Aktive verschiedener Feuerwehren aus dem Landkreis trainieren in Tangermünde

Retter lernen Technik kennen

+
Hydraulische Kraft kommt häufig dann zum Einsatz, wenn Personen in einem Fahrzeug eingeklemmt sind. In Tangermünde trainierten Feuerwehrmitglieder den Ernstfall.

kr Tangermünde. Bereits zum zwölften Mal fand die Ausbildung für Technische Hilfe für Brandschützer aus dem Landkreis Stendal statt, weiß Tangermündes Stadtwehrleiter Michael Classe. Ein ganzes Wochenende nutzten die Aktiven, um jede Menge Theorie zu pauken.

Am vergangenen Samstag wurde alles in die Praxis umgesetzt, also an alten Fahrzeugen geübt, um das Wissen im Ernstfall aus dem Effeff abrufen zu können.

Nach Sturmschäden ist die Kettensäge gefragt.

Die praktische Ausbildung wurde in vier Stationen eingeteilt. Die hydraulische Rettung mit Schere und Spreizer kommt bei den meisten Unfällen mit eingeklemmten Personen zum Einsatz. Die Kraft des Spreizers ist beachtlich und kann bei einer falschen Handhabung schnell die Hand brechen. So hat das Gerät eine Spreizkraft von sechs Tonnen. Die 630 Bar Druck lassen das Instrument durch das verstärkte Blech so leicht wie ein heißes Messer durch Butter gleiten. Die mechanische Rettung erfolgt zudem meist mit Hebekissen oder Seilwinde. Auch diese beiden Element fanden ihre Anwendung.

Den passenden „Schwachpunkt“ eines Fahrzeugs zu kennen, kann über die Leben und Tod entscheiden.

An der nächsten Station waren alle Trenngeräte aufgebaut. Von Kettensäge über Winkelschleifer bis hin zum Plasmaschneidgerät: Ohne zusätzliche Schutzausrüstung dürfen diese Geräte nicht bedient werden. Da der Eigenschutz immer vorgeht, müssen sich die Retter vor Funkenflug oder Glasstaub schützen.

Ein weiterer Punkt war das Retten aus Tiefen. Hier muss jeder Knoten für eine Schacht-rettung sitzen.

Am Sonntag folgte eine praktische Prüfung für die Kameraden aus dem Elbe-Havel-Winkel, den Verbandsgemeinden Arneburg-Goldbeck sowie Seehausen und den Städten Bismark, Tangerhütte und Tangermünde.

Kommentare