Bald ein neuer Schulhof?

Planungsunterlagen für Comenius-Schulhof fast fertig

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Siegfried Jakob (Mitte) stellte auf dem Schulhof der größten Schule Tangermündes den Ausschuss-Mitgliedern sein ambitioniertes Projekt vor.

Tangermünde. Den Schulhof der Comenius-Grundschule zu erneuern, das ist eine alte Forderung der Schulleitung, des Schulelternrates und des Fördervereins der Schule.

Eine Arbeits-Skizze des neuen Schulhofes: Oben links soll es eine Art „Offenes Klassenzimmer“ geben, darum Trompetenbäume. Die drei mittigen grünen Flächen beschreiben Sitzrondelle mit Winterlinden darin sowie Labyrinthe aus Pflastersteinen. Dazwischen (rötliche Flächen) gäbe es ein Kleinspielfeld sowie ein Seil-Spielgerät. Vor dem Gebäude wäre eine Überdachung.

Deren Vertreter waren nun dabei, als die Mitglieder des städtischen Bau-und Schul-Ausschusses den Hof in Augenschein nahmen. Planer Siegfried Jakob erläuterte seine Entwurfsplanung, die eine umfangreiche Sanierung und Neugestaltung des Hofes vorsieht. Deshalb geht die Planung auch von einem finanziellen Aufwand von zirka 400 000 Euro (incl. Nebenkosten) aus, die zu 100 Prozent aus dem Landesförderprogramm „STARK V“ kommen sollen, allerdings erst im Jahr 2017. Jakob erläuterte am Montag schon mal im Detail, was alles verändert werden soll.

Der Hof wird völlig neu gestaltet, was bedeutet, das teilweise neues, rutschfestes Klinkerpflaster verbaut wird. Die drei alten Linden auf dem Hof müssen weichen, was laut Baumgutachten dringend empfohlen wird. Sie seien innen faul.

Der Baumgutachter empfiehlt für die Neupflanzung Rotbuchen. Auch Trompetenbäume kommen zum Einsatz, nämlich vor dem so genannten offenen Klassenzimmer, das in ein Rondell des Hofes gebaut wird. Sie dienen der Beschattung. Der Hof soll auch Labyrinthe, ein Kleinspielfeld mit Kunststoffbelag und an anderer Stelle Klettergerüste bekommen.

Neu ist auch die Bedachung vor den drei Hofeingängen. Das Dach wird transparent – wegen des Lichteinfalls in die Erdgeschossfenster. Die Schulmappenfächer an der gegenüberliegenden Stadtmauer kommen auf die Schulgebäudeseite, auch weil die Mauer in diesem Jahr saniert wird. Obligatorisch sind für Schulen natürlich auch Mülltonnen in Boxen und Fahrradständer.

Die Ausschussmitglieder nahmen die Vorschläge wohlwollend auf. Stimmt der Stadtrat der bisherigen Vorlage der Verwaltung samt Entwurfsplanung Ende Juni zu, kann im Jahr 2017 gebaut werden. Geringfügige Veränderungen in der Planung behalten sich Stadt und Planer noch vor.

Von Günther Krach

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