Große Schäden in den Ortschaften und den Landstraßen

Nach Bundeswehrmanöver: Panzer haben viel kaputt gemacht

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Die Ketten der Panzer haben die Bordsteinkanten in Storkau stark beschädigt. Die Reparatur dieser Schäden könnte sich in die Länge ziehen. In Havelberg wurden, durch ein im November stattfindendes Manöver, entstandene Schäden teilweise immer noch nicht repariert.

Storkau. Die Straße nach Tangermünde und die Bordsteinkanten in Storkau haben durch das Bundeswehrmanöver am letzten Wochenende stark gelitten. Der Straßenbelag selbst hat der Masse von 180 schweren Bundeswehrfahrzeugen teilweise nicht standhalten können.

Doch Tangermünde ist nicht die einzige Gemeinde, der ein erheblicher Schaden an den Verkehrswegen entstanden ist.

In Richtung Tangermünde gilt nun Tempolimit 50 km/h. 180 Schwere Fahrzeuge der Bundeswehr richteten Schäden an.

Auf einer Strecke von 281 Kilometern hinterließen die schweren Lkw’s und Schützenpanzer, eine Spur der Verwüstung. Viele Verkehrsinseln, die meist zur Beruhigung des Verkehrs dienen, mussten dran glauben. Herausgerissene Pflastersteine und zertrümmerte Bordsteinkanten säumten den Weg vom Truppenübungsplatz in Brück bis zur Colbitz-Letzlinger Heide. Auf geraden Strecken rissen die Ketten der Panzer Asphaltteile aus der Straßendecke. Der Konvoi fuhr während des Manövers zuvor über die Autobahnen neun und zehn, die Bundesstraße fünf und 102 und über die Landstraße 17 bis nach Storkau, dann weiter zum Truppenübungsplatz in Colbitz.

Hier ist noch gut die Spur einer Panzerkette zu sehen. Die Gemeinden müssen eine Schadensbilanz erstellen. Die Bundeswehr gibt nach der Überprüfung das Geld für die Reparaturen frei.

In Havelberg und Umgebung zerstörte erst im November letzten Jahres ein Konvoi mit 40 Panzern Bordsteinkanten, Verkehrsinseln und Straßenbeläge. Die Kosten der Schäden übernahm der Schadensverursacher, sprich die Deutsche Bundeswehr. Der Haken daran: die Schäden wurden zwar von einem Schadensoffizier aufgenommen und durch die Bundeswehr geprüft, doch die Gemeinde wartet schon über ein halbes Jahr auf das Geld, weil die Bundeswehr es immer noch nicht freigegeben hat. In Rathenow sieht es derzeit auch nicht anders aus. Karsten Ziehm ist Leiter der Rathenower Straßenbaubehörde und hat eine erste Bilanz gezogen. Kaum eine Verkehrsinsel auf der Strecke sei unbeschädigt geblieben, sagte er. Auf gut 10 000 Euro schätzt er den Schaden bei einer Verkehrsinsel in Rhinow. Diese ist noch nicht einmal ein halbes Jahr alt. Das sei besonders ärgerlich. Ziehms vermutet, dass Beschädigungen bei der Planung von Manövern mit einkalkuliert werden. Ärgerlich ist es dennoch, denn die Kommunen, die oft klamme Kassen zu beklagen haben, müssen wie am Beispiel Havelberg ewig auf die Übernahme der Kosten warten.

Von Maren Maatz

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