Auf dem Burgberg können Besucher in die Zeit des Kaisers eintauchen

Neues Mittelalter-Flair zum Burgfest in Tangermünde

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Das „Altmärkische Lehensaufgebot“ ist bereits im Altmarkkreis Salzwedel oft in Erscheinung getreten.

Tangermünde. Wie wenige Orte der Altmark nutzt Tangermünde sein historisches Erbe für den Tourismus. Die Innenstadt ist historisch, und mit dem kommenden Burgfest vom 9. bis 11. September will sich die Stadt auch im Programm mehr auf seine historischen Wurzeln besinnen.

Zum ersten Mal seit mehreren Jahren soll es wieder einen Mittelalter-Markt geben – neben dem größten und kostenpflichtigen Musikkonzert von Stefanie Hertel. Und generell wollen die Macher des Burgfestes künftig versuchen, das Fest noch schöner zu gestalten.

„Wir haben mehrere Hinweise bekommen, auch in persönlichen Gesprächen, dass wir uns in dieser Richtung entwickeln könnten“, sagt dazu Kulturamt-Leiterin Birgit Herzberg. Außerdem wolle man auch wegen des 700. Geburtstages Kaiser Karls IV. das Burgfest etwas „mittelalterlicher“ herrichten. Also wird in diesem Jahr die Gruppe „Altmärkisches Lehensaufgebot“ beim Burgfest dabei sein – auf dem Burgberg selbst. Sie zeigen- Rüst-, Waffen- und Modenschauen sowie beispielsweise mittelalterliche Spiele. Außerdem wird mittelalterliche Musik gespielt. Auch beim Bleichenberg wird eine kleine Gruppe des „Kelten- und Germanenstammes Sugambrer“ aus Essen vertreten sein. Sie bauen ein kleines Zeltlager auf und bieten Spiele für Kinder an.

Auch künftig soll sich das Burgfest weiterentwickeln, verspricht Herzberg. So gebe es derzeit bereits Überlegungen, möglicherweise den Marktplatz anders zu gestalten: Statt einer Bühne könnten Gaststätten ihn arealweise gestalten, um eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen.

Die gelegentliche Kritik, das Burgfest böte zu viel Ess- und Trinkangebote, erklärt Herzberg auch mit dem mangelnden Budget für die Veranstaltung. Schausteller ohne eigene Einnahmen kosten Geld. „Dass immer noch zehntausende kommen, zeigt, dass es auch zum Teil so gewünscht ist“, meint Herzberg.

Von Kai Hasse

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