29. Burgfest zieht Tausende nach Tangermünde / Traditioneller Ritt des Kaisers ein Höhepunkt im Programm

„Lassen Sie die Seele baumeln“

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Nicht nur die kaiserstädtische Historie, die Musik und andere Genüsse sind Markenzeichen des Tangermünder Burgfestes. Auch Fahrgeschäfte gehören dazu.

Tangermünde. Kaiser Karl der IV. wäre stolz auf seine Untertanen gewesen. Den 700. Geburtstag des umtriebigen Mannes des Mittelalters zelebrierten Händler, Musikanten, Artisten, Gäste, Besucher, Urlauber, Kleindarsteller und Tangermünder an diesem Wochenende innerhalb des Burgfestes.

Das Programm startete bereits am Freitagabend in der Altstadt und am Elbufer. Tangermündes Bürgermeister Jürgen Pyrdok eröffnete das diesjährige Burgfest mit einem Wunsch: „Lassen Sie die Seele baumeln, schieben Sie die Sorgen etwas bei Seite und genießen Sie das dreitägige Fest.“ Pyrdok war am zweiten Veranstaltungstag noch einmal gefragt, als die historische Figur des genannten Kaisers traditionell hoch zu Ross durch die Stadt ritt.

Das Stadtoberhaupt dankte dem Monarchen für seinen Besuch und erstattete Bericht, indem er Fortschritte, aber auch verfehlte Vorhaben in der Stadt auflistete. Von ausgebauten Straßen, Glasfaserkabeln und neuen Mitbürgern war die Rede, aber auch von der fehlenden Autobahn, den Tangerbrücken und Bränden sprach der Bürgermeister. Für die erfolgreiche Bekämpfung letzterer dankte Pyrdok den Kameraden der Feuerwehr, und allen Ehrenamtlichen für ihre „Arbeit“ für die Stadt. Mögen die Tangermünder weiterhin viel Mut beweisen, selbstverständlich unter der Gnade des Kaisers.

Noch einmal zurück zum Start ins Festwochenende, welches am Sonntag mit dem Auftritt von Stefanie Hertl langsam zum Ende kam: Auf der Freilichtbühne am Markt startete am Freitag das Programm mit „Vintage“, einer Berliner Oldie-Cover-Band. Auf weitere Bühnen entlang der Feiermeile präsentierten sich verschiedene Gruppen aus der Region. Das Pareysche Schallmeien-Orchester ließ seine Instrumente in der Langen Straße erklingen und erfreute die Besucher beim ebenso traditionellen Umzug. Natürlich durfte beim Festgetümmel das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen. So roch es nach zum Beispiel frisch Gegrilltem und herzhaft geräucherten Würsten sowie Räucherfisch. Viele Süßspeisen wurden ebenfalls angeboten. Ein Highlight beim tollen Kaiserwetter war die Abkühlung von Innen durch schmackhaftes Eis.

Unten am Hafen und am Bleichenberg lockten zudem wie in den Vorjahren die zahlreichen Fahrgeschäften. Vor allem Kinder und Jugendliche genossen Angebote wie Auto-Scooter, Riesenrutsche, Wurf- sowie Losbuden und andere Fahrgeschäfte, wie wild in die Luft wirbelnde Rondelle. Auch den Blick vom Riesenrad auf die Elbestadt schätzte das Publikum sehr.

Von Ute Krug und Günther Krach

Burgfest in Tangermünde bei Kaiserwetter

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