Dr. Rudolf Opitz geht: Ein Gingko und eine Gedenktafel im Hof des Burgmuseums erinnern an 25 Jahre Schaffenszeit

Großer Abschied vom Tangermünder Bürgermeister

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Frank Döbbelin (M.) vom Hansering und ein Tangermünder Landschaftsbetrieb schenkten einen Gingko-Baum.

gk Tangermünde. In der Nacht von Montag auf Dienstag endete die 25-jährige Amtszeit des Tangermünder Bürgermeisters Dr.  Rudolf Opitz.

Wenige Stunden davor verabschiedeten ihn seine engsten Weggefährten und zahlreiche Gäste aus Politik und Wirtschaft in der „Alten Kanzlei“ auf dem Burgberg. Die Kulisse für das historische Ereignis war gut gewählt. Auf einer Leinwand wurden Ausschnitte seiner Opitzs Wirkungsära gezeigt.

Mindens Bürgermeister Michael Buhre würdigte Opitzs Arbeit.

Stadtratsvorsitzender Hermann Curdts eröffnete die Festveranstaltung mit einem Rückblick auf die Amtszeit, die „mit einem grandiosen Wahlsieg 1990 begann und nun mit vielen gelungenen Vorhaben und fast ohne Schulden der Stadt endet“. Dieser Einschätzung schlossen sich weitere Redner an, darunter der Bürgermeister von Minden und ein Vertreter der zweiten Patenstadt Lich. Beide würdigten vor allem die wirtschaftliche und städtebauliche Entwicklung der Stadt seit 1990. Landrat Carsten Wulfänger nannte Opitz sogar einen „Glücksfall“ für die alte Kaiser- und Hansestadt.

Weitere „Gratulanten“, die das Wirken von Dr. Opitz würdigten, sprachen, darunter der ehemalige langjährige Pfarrer Gaede und die ehemalige Fördervereinsvorsitzende Barbara Rebling, die mit vielen Spendern 1,9 Millionen Mark für die Sanierung der Turmspitze von St. Stephan zusammengetragen hatte.

Dr. Opitz und seine Frau Marion sowie sein Nachfolger Jürgen Pyrdok (r.) hören viele Dankesworte.

Jürgen Leindecker vom Städte- und Gemeindebund in Sachsen-Anhalt und die Fraktionsvorsitzenden des Tangermünder Stadtrats bedankten sich für die Zusammenarbeit. Jürgen Pyrdock kann die Zusammenarbeit mit Dr. Opitz nach 25 Jahren am besten einschätzen, saß er im Stadthaus doch „Tür an Tür mit seinem Chef“, wie ihn die Mitarbeiter alle nannten. „Das war eine schöne Zeit“, fasste er seine Eindrücke emotionsgeladen zusammen. Der scheidende Bürgermeister war überwältigt von den vielen Dankesworten, dem Lob und den guten Wünschen für den nun folgenden Ruhestand, blieb aber wie immer cool.

„Ich habe gerne für meine Heimatstadt und deren Menschen gearbeitet, obwohl ich mir das 1990 kaum vorstellen konnte“, meinte er. „Ich habe viel Glück gehabt im Leben, aber ein wenig Vorsehung war wohl auch dabei“, ergänzte er, womit er sein Elternhaus meinte.

Er erinnerte noch an einige Höhepunkte in seiner Amtszeit, wie Treffen mit Bundespolitikern, ja Adligen, wie den Prinz von Preußen (Hohenzollern). Mit dem Dank an seine ehemaligen engsten Weggefährten, aber auch an seine Frau, schloss er. Seinem Nachfolger Pyrdok wünschte Opitz viel Erfolg und umarmte ihn vor versammelter Mannschaft. Und dann trat der Tangermünder als Ex-Stadtoberhaupt ab.

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