Metalheads auf dem Weg zum 13. RUDE-Festival am 22. und 23. Juli

In Bertingen grollt ein Gewitter unter den Eichen

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Als Vertreter der Black-Metal-Garde sind Marduk aus Schweden am Sonnabend auf der Hauptbühne vertreten.

Bertingen. Keine 200 zählen sie, die Männer und Frauen von Bertingen. Auf den Quadratkilometer gebracht, sind es gerade einmal 16 Lebende, die das altmärkische Dorf in der Regel bevölkern.

Doch einmal im Jahr steigt die Zahl derer, die auf dem Boden zwischen Stendal und Magdeburg wandeln. Und diese sorgen für gehörigen Trubel. Die bestens gelaunte Menge wird auch in diesem Sommer wieder in die südlichste Ecke der Altmark strömen. Das RUDE – Rock unter den Eichen-Festival – ruft und lockt vom 22. bis 23. Juli alle, die dem Metal verbunden sind, zum schattigen Platz mit dem Namen gebenden Gehölz.

Zwei Bühnen stehen bereit, wenn das 13. RUDE seine Tore öffnet. Vor allem sind es Größen des Death- und Thrash-Metals, die sich am ersten Tag, dem Freitag, die Klinke in die Hand geben. Dazu zählen Master, God Dethroned und Destruction. Für ein heftiges Death-Metal-Gewitter werden auch die Herren der schwedischen Formation Unleashed sorgen. Und die Menschen auf dem Platz am Samstag als Headliner von der Hauptbühne aus akustisch vermöbeln. Marduk bieten als Vertreter der Black-Metal-Garde und Landsmänner der Headliner an jenem Tag einen weiteren Höhepunkt im Line up des RUDE. Und auch Illdisposed (Death) und Dust Bolt (Thrash) stehen bei der Fan-Gemeinde hoch im Kurs.

Die Musik verbindet seit über einem Jahrzehnt. Doch kommen die Metalheads mittlerweile nicht nur wegen der Bands. Das RUDE ist familiär, fest in der Region verwurzelt und Ort des Wiedersehens, ohne dass sich Festivalfreunde stundenlang suchen müssten. Und: Das Miteinander stimmt zwischen den lokalen Akteuren, die nicht nur zu den knapp 200 Einwohnern zählen und ihren Gästen. Letztere haben auch in diesem Jahr die Möglichkeit, sich auf zwei Campgrounds niederzulassen. Aber auch der Häuptling im Tipi-Dorf um die Ecke bietet beste Verpflegung und einen wetterfesten Schlafplatz, wie auch das Feriendomizil „La Porte“ nahe des Veranstaltungsortes.

Der ausgeschlafene Fan kann sich am Morgen danach frischen Kaffee auf dem Festivalgelände genehmigen, beim Ziegenhof frühstücken oder sich bei sommerlichen Temperaturen im Bertinger See den nicht mehr blassen Pelz abkühlen. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Vor allem ist das RUDE jedoch ein Festival, bei dem die Fans die Metal-Kultur frei leben und auch barrierefrei erleben können. Es wird von Fans für Fans der Szene seit 2004 gestaltet.

Von Alexander Postolache 

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