Selbsthilfegruppe „Muskel-Treff Altmark“ trifft sich in der Kaiserstadt

Gespräche im Schloss offenbaren Alltagsprobleme

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Die Selbsthilfegruppe „Muskel-Treff Altmark“ kam am Samstag im Tangermünder Schlosscafé zusammen, um über Alltagsprobleme zu sprechen.

gk Tangermünde. Unter der ehrenamtlichen Leitung von Birgit Timmer haben sich am Samstag von Muskelerkrankungen Betroffene im Schlosscafé getroffen.

Die Selbsthilfegruppe „Muskeltreff Altmark“, die im Oktober 2015 von Timmer ins Leben gerufen wurde, ist eine Quelle für den Informations- und Erfahrungsaustauch von Muskelkranken, ihren Angehörigen und Freunden. Bei den Treffs werden das Wissen über die Erkrankung, die Patienten zunehmend Muskelmasse und -kraft raubt, deren Symptome sowie praktische Erfahrungen ausgetauscht, aber auch schöne Seiten des Lebens entdeckt.

Mit der Auswahl des Treffpunktes ging es auch um die Barrierefreiheit in Tangermünde. „Schon da begannen die Probleme“, berichtete Timmer, denn der barrierefreie Treffpunkt bei der Volkssolidarität im Neubaugebiet, war am Samstag nicht nutzbar. In der lockeren Diskussionsrunde bei Kaffee und Kuchen kamen dann weitere Probleme für Muskelkranke in der Kaiserstadt und darüber hinaus zur Sprache. Die anwesenden Betroffenen aus Tangermünde, Stendal Klötze und Mieste berichteten über viele Probleme im Alltag. Es ging aber nicht nur um Rampen und Toiletten, sondern um das Erreichen vieler öffentlicher Gebäude. So berichtete Siegfried König aus Tangermünde, der seit seinem zwölften Lebensjahr unter der Krankheit leidet, dass man in den Zug nach Stendal einsteigen kann, aber in Stendal nicht wieder heraus kommt. „Der Bus nach Havelberg ist nutzbar, der nach Tangerhütte nicht, weil er nicht absenkbar ist“, so König. Auch von oft mangelnder Hilfe durch Passanten und langen Auseinandersetzungen mit Krankenkassen wurde berichtet. Es gibt also noch viel zu tun, resümierte Timmer.

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