Zweites Treffen bringt Syrer und Tangermünder verschiedenen Alters im Grete-Minde-Haus zusammen

Gegen Vorurteile und für Sympathien

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Besonders die Jungs zog es auf den Fußballplatz. Im Torwandschießen stellten sie ihr Talent am runden Leder auf die Probe. Aber auch andere Angebote des Shalom-Hauses nutzten deutsche und syrische Kinder gern gemeinsam. Fotos: Krach

Tangermünde. Bereits zum zweiten Mal lud der Bürgermeister der Stadt Tangermünde, Jürgen Pyrdok, die jetzt 18 in der Kaiserstadt wohnenden syrischen Familien mit ihren Kindern zu einem gemütlichen Beisammensein in den Saal des Grete-Minde-Hauses ein.

Mit wenigen Handgriffen Freude schenken – die international gültige Sprache des Lachens sprach Clown Tommy.

Gemeinsam mit den Tangermünder Kindern, die den Schülerclub besuchen, wurde den jungen Neubürgern ein Programm geboten. Dieses genossen alle gemeinsam. Das Ziel: Vorurteile entkräften und Sympathien aufbauen. Eine Idee, sich sichtbar aufging. Denn neben der Kaffee- und Kuchen-Tafel sowie allerlei Getränken für die Kinder, gab es eine Show der Kindertanzgruppe des Tangermünder Carneval Vereins (TCV) in Pinguinkostümen zu bestaunen. Zudem zeigte Clown Tommy seine Zauberkünste und formte aus speziellen Luftballons Tiere und Figuren nach Wunsch. An jenem Nachmittag hatten die Besucher viele Möglichkeiten, sich aktiv zu betätigen. Wer sich sportlich betätigen wollte, der ging auf dem Hof an die Torwand oder warf kleine Sandsäcke auf Büchsen, oder kleine Bälle, die durch einen Faden verbunden waren, gegen ein Holzspalier.

Mit wenigen Handgriffen Freude schenken – die international gültige Sprache des Lachens sprach Clown Tommy.

Das war genau das, was sich Pyrdok und weitere Gastgeber, wie einige Stadträte, Kreis-Integrationsbeauftragter Björn Malycha, Hildegard Wynands, Renate Adloff, Streetworkerin Carola Schulz sowie Birgit Herzberg und Hans-Ulrich Schmidt vorgestellt hatten. Nämlich, dass sich die Kinder und damit auch die Erwachsenen näher kommen, sich besser verstehen und akzeptieren. Den Eltern bot Pyrdok bei seiner kurzen Ansprache jegliche Hilfe und Unterstützung an. Mohamed Omair Rhayem aus Damaskus fungierte dabei als Dolmetscher, obwohl er erst seit September vergangenen Jahres in Deutschland lebt. Die Verständigung unter den Kindern erfolgte mit Händen und Füßen. Dass sie beeindruckt waren von der Gastfreundschaft der Tangermünder, war dabei nicht zu übersehen. Herzberg bot den Familien noch eine Fahrt in dieser Woche nach Salzwedel an und Noch-Shalomhaus-Leiter Hans-Ulrich Schmidt, der am heutigen Freitag seinen letzten Arbeitstag im Shalom-Haus hat, bat die Kinder und Eltern, regen Gebrauch von den kostenlosen Angeboten des Hauses, einschließlich dem Familienzentrum, zu machen.

Der abschließende Dank der beiden ging an die Mitarbeiter der Einrichtung und ab díe vielen freiwilligen Helfer, die Kuchen gebacken und Kaffe gebrüht hatten sowie die Kinder betreuten.

Von Günther Krach

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