Schüler informieren sich über Ursachen und Wirkung

Falsche Glücksgefühle unter Drogeneinfluss

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Frank Neumann vom Jugendamt ließ die Jugendlichen spüren, wie die Motorik sich unter Drogeneinfluss verändert.

gk Tangermünde. Drogen erzeugen nur kurzfristige Glücksgefühle. Um dieses Gefühl nicht zu verlieren, verlangt der Körper immer mehr Drogen, was für die körperliche und psychische Gesundheit sehr negative Folgen haben kann.

Davon überzeugten sich diesmal Schüler der neunten Klassen des DiesterwegGymnasiums Tangermünde. Amtsärztin Dr. Iris Schubert erklärte den Jugendlichen: „Heute trifft es nicht mehr nur Außenseiter, sondern auch Menschen wie uns, weil wir immer leistungsfähig und einsatzbereit sein wollen oder sollen“. Eine Verteufelung der Droge reiche nicht mehr aus, der interaktive Informationsaustausch über Drogenfolgen müsse bereits bei den Jugendlichen beginnen, ergänzte sie.

Die Informationsstände gaben den jungen Menschen einen Einblick über die Sucht allgemein, bestehende gesetzliche Gegenmaßnahmen, legale und illegale Suchtmittel, Infos über das Erkennen der Anzeichen von Sucht und dem Verhalten unter Drogen- beziehungszweise Alkoholeinfluss. Die Stände wurden von den Mitarbeiterinnen des Gesundheitsamtes Sabine Sadowski und Petra Arens, Jürgen Harder vom Polizeirevier Stendal, Ewald Kittner vom Caritasverband für das Dekanat Stendal, Bereich Sucht- und Drogenberatung, Frank Neumann vom Jugendamt des Landkreises Stendal und Carola Schulz, Streetworkerin in Tangermünde, betreut. In zwei Durchgängen wurden knapp 100 Schüler mit wichtigen Informationen versorgt, ihr vorhandenes Wissen getestet, aber auch ihre Gruppenfähigkeit im Wettbewerb gemessen. Dabei wurden Gegenstände unter „Drogen“ ertastet, Lebensumstände, Persönlichkeitsmerkmale, Gruppendynamik, Vorbilder und der Sinn des Lebens, diskutiert, die Körpersprache der Suchtkranken erläutert und die Motorik unter einer Rauschbrille geübt.

Den Abschluss des Infotages bildete eine Auswertung des Erlebten mit kleiner Preisvergabe.

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