Tangermünder Schiffbauunternehmen will den Elbausbau

Existenzsorgen wegen Umweltschutz-Klagen

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Sven Schulze (v.r.), Geschäftsführerin Christel Börsch, Detlef Radke und weitere Mitglieder des CDU-Ortsverbandes.

mma Tangermünde. Sven Schulze, Mitglied im Europaparlament, Detlef Radke, Mitglied im Landtag, Hildegard Wynands und Thomas Fuhrman, alle Vertreter der CDU, haben sich mit der Geschäftsführerin Christel Börsch von der Tangermünder SET Schiffbau- und Entwicklungsgesellschaft getroffen, um sich einen Überblick über die Situation des Unternehmens zu verschaffen.

Börsch berichtete über die Probleme, die Umweltschutzorganisationen wie BUND und NABU dem Unternehmen bereiten. Sie würden mit ihren Klagen diverse Bauprojekte zeitlich verzögern, was die Firmen an der Elbe letzten Endes viel Zeit und Geld koste.

Die SET ist abhängig von der Elbe als Wasserstraße und strebt einen Ausbau an, um die Fließgeschwindigkeit des Flusses zu erhöhen – zum Einen, um Sedimentablagerungen in Richtung Hamburg weiterzutragen, und zum Anderen, um die in Tangermünde gefertigten Schiffe über die Wasserstraße zu ihrem Bestimmungsort bringen zu können. Umweltschutzorganisationen würden mit ihren Klagen den Ausbau verzögern und das Unternehmen in existenzielle Schwierigkeiten bringen, hieß es.

„Durch eine Erhöhung der Fließgeschwindigkeit würde die Elbe ihre Sedimente nicht direkt vor unserer Slipanlage ablagern. Wir müssen jedes Jahr ausbaggern, weil die Slipwagen auf den Schienen sonst nicht weit genug ins Wasser kommen, damit wir die Schiffe an Land holen können“, erklärte Börsch und sagte weiter: „Wir haben keine Probleme mit den Tieren wie dem Biber. Direkt gegenüber hat einer seinen Bau und wir leben in friedlicher Koexistenz.“

Sven Schulze, der sich für die Eindämmung des Verbandsklagerechtes einsetzt, bestätigte die Probleme, denn sie würden jenen „Steinen“ ähneln, die die Umweltschützer beim Bau der A14 in den Weg gerollt hätten. „Das ist existenziell. Da hängen nicht nur die Arbeitnehmer dran, sondern auch die Familien“, sagte Schulze in der Gesprächsrunde.

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