Gute Finanzen für das Tangermünder Burgfest

Doppelte Kosten für Sicherheit

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Clou beim Burgfest: Stefanie Hertel singt.

Tangermünde. Mit Riesenschritten nähert sich das Burgfest Tangermünde. Noch in der vergangenen Woche gab es letzte Schliffe am Sicherheits-Konzept. Dem Fest wird in diesem Jahr mit besonderem Interesse entgegengeblickt.

Das liegt an einer mittelalterlichen Ausrichtung, aber auch an den Finanzen und der stark verteuerten Sicherheit. Und die ist eine direkte Folge der vergangenen Terror- und Amoklagen in Deutschland.

Die Sicherheit ist nur einer von vielen Kostenpunkten für das Burgfest. Aber er liefert ein Schlaglicht auf die lokalen Konsequenzen einer bundesweiten Sorge: Der des Terrors. „Wir haben das Sicherheitskonzept erhöhen müssen“, musste Kerstin Drewitsch vom Sachbereich Kultur im Kulturausschuss erklären. Der Posten habe sich verdoppelt. Die Politiker hatten Verständnis: Alle größeren Feste hätten durch verschärfte Sicherheitsvorkehrungen zu kämpfen. Tenor: Besser so als zu wenig Sicherheit.

Eine weitere Herangehensweise habe sich – buchstäblich – ausgezahlt: Bei der Akquise von Sponsoren habe die Stadtverwaltung sehr viel selbst initiiert, sei offensiv mit dem Klingelbeutel an mögliche Spender herangegangen. „Das hat sich gelohnt“, sagte Drewitsch.

Neu am kommenden Burgfest vom 9. bis 11. September ist ein großer mittelalterlicher Teil: Auf dem Burgberg werden sich Schausteller des „Altmärkischen Lehensaufgebots“ Apenburg mit Rüstschau, Modenschau und Ritterkämpfen, einer Bogenschießanlage für Kinder und Erwachsene und einer kleinen Feuershow am Abend präsentieren – passend zur historischen Kulisse. Außerdem wird ein bundesweit bekannter Star auftreten: Stefanie Hertel ist am Sonntagnachmittag zu Gast, für sie muss man aber mindestens 20 Euro Eintritt zahlen.

Von Kai Hasse

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