Katastrophendeich bei Fischbeck wird komplett saniert

Deich soll 100 Jahre halten

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Ministerpräsident Reiner Haseloff zeigt auch in der Planierraupe ungeahnte Fähigkeiten.

Fischbeck. Für Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) wurde am Dienstag ein Jungentraum wahr.

An symbolträchtiger Stelle, wo sich das Wasser im vergangenen Jahr in den Elb-Havel-Winkel ergoss, schob er mit einer großen Planierraupe einen Haufen Sand zusammen und gab damit offiziell den Startschuss für die Sanierung des „Katastrophendeichs“ bei Fischbeck. Umweltminister Hermann Onko Aeikens (CDU) durfte Trecker fahren. Eine Angelegenheit, die der gelernte Landwirt aber ohne Probleme meisterte.

Mächtige Baumaschinen einer Osterburger Firma sind hier allerdings schon seit einigen Tagen im Einsatz. Sie hatten vor dem offiziellen Akt bereits eine breite Schneise in die Landschaft gefräst. Auf diesem Fundament wird der neue Deich entstehen, der den Bewohnern von Fischbeck und dem Elb-Havel-Winkel zumindest für die nächsten Jahrzehnte Sicherheit vor Hochwassern der Elbe bringen soll. Die scheint hier besonders „lebendig“ zu sein. Nichts kann den Fluss auf Dauer in seinem Bett halten. Immer wieder veränderte er in den Jahrtausenden seinen Verlauf.

Davon und den Menschen, die sich trotzdem oder gerade deshalb an seinem Ufer niederließen, wusste Archäologin Dietlind Paddenberg beim Baustart zu berichten. Sie durfte mit ihren Kollegen, wie bei Großvorhaben üblich, vor den Baggern buddeln und fand interessante Spuren der Besiedlung der Region aus der Jungsteinzeit. Seit mindestens 7000 Jahren ist die Gegend bewohnt.

Von Christian Wohlt

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