Tangermünde braucht Zustimmung in den Ortsteilen

Breitband-Internet: Das Rennen um 60 Prozent läuft

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Zum Internet-Ausbau des kommunalen ZBA zählen verschiedene Ausbau-„Cluster“. Der aktuelle Cluster 3 (grün) umfasst auch die EInheitsgemeinde Tangermünde.

Tangermünde. Gerade erst hat die Einheitsgemeinde Tangerhütte das Rennen um die Bürger-Zustimmung für schnelles Internet in den Ortschaften geschafft.

Nun geht dasselbe in den Ortsteilen Tangermündes los: Der Zweckverband Breitband Altmark will auf dem Land das Internet ausbauen – mit Glasfaserkabeln, die direkt vor die Tür gelegt werden. Damit der ZBA weiß, dass sich das Geschäft für ihn lohnt, fordert er aber ein, dass mindestens 60 Prozent der Haushalte im Bereich um die Kaiserstadt herum, auch dieses ZBA-Internet nutzen werden.

Also gehen Werber derzeit von Ortschaft zu Ortschaft und erklären die Vorteile. Mit dabei auch beispielsweise Bürgermeister Jürgen Pyrdok. Er sagt: „Ich habe die große Hoffnung, dass sich genügend Interessenten finden werden.“ Denn die Menschen hätten „die Nase voll“ von einer Datenleitung, die ihnen nicht den gewünschten Zugang zum weltweiten Netz ermögliche. Die bisherige schlechte Versorgung mit Internet in den äußeren Ortsteilen Tangermündes sei somit ein sehr starkes Argument für die Bekenntnis zum ZBA.

Die Vorteile, die die Stadt Tangermünde für die Ortschaften sieht, sind zum ersten mögliche Ansiedelungen von Firmen – die für ihren Datenverkehr mitunter eine schnelle Internet-Verbindung brauchen. Das betrifft insbesondere Firmen, deren Produkte im IT-Bereich liegen. Zum zweiten würde der Wert von Immobilien steigen, wenn ein Grundstück einen Zugang zu schnellem Internet hat. Der ZBA spricht von Laderaten von bis zu 1000 Mb pro Sekunde. Im Kernbereich der Stadt Tangermünde ist hingegen immer noch die Telekom der Platzhirsch.

Von Kai Hasse

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