Abordnung der „Äthiopien-Kinderhilfe“ Stendal-Tangermünde bereitet sich vor

Altmärker reisen nach Shafamu

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Vor der Reise: Barbara Birkholz (v.l.), Jennifer Tüngler-Labenz, Lisa Schneider und Detlev Pohl im Lehrerzimmer mit der Nationalflagge von Äthiopien und Schulgrundriss.

Tangermünde. Über die Laufgruppe „Haeder“ und deren Organisator Gerd Engel wurde vor mehr als zehn Jahren eine freundschaftliche Verbindung zum Ort Shafamu, zirka 250 Kilometer südwestlich von Adis Abeba, aufgebaut.

Vor sieben Jahren hat sich die Arbeitsgemeinschaft „Äthiopienhilfe“ am Diesterweg-Gymnasium Tangermünde/Havelberg dazugesellt. Deren Vertreter Detlev Pohl, Barbara Birkholz, und Lisa Schneider, sowie Jürgen Roswandowitz aus Stendal und Dr. Dieter Hauwetter aus Klietz wollen am kommenden Sonntag zum dritten Mal für elf Tage in diese kleine Stadt auf dem afrikanischen Kontinent reisen.

Schwerpunkt der Reise ist wieder die Unterstützung der dortigen Schule, die etwa 650 Kinder aus einem Umkreis von zirka sechs Kilometern unterrichtet. Mindestens zwei Tage wird sich diese „Delegation“, die die Schulleitung für diese Zeit frei stellt und deren siebenstündiger Flug vom Bildungsministerium Sachsen-Anhalt bezahlt wird, direkt in der Schule aufhalten und dabei auch Geschenke überbringen. „Vier große Koffer sind bereits gepackt, einer kommt noch dazu“, berichtete am Montag Lehrer Pohl. Möglichst an alle 650 Schüler sollen sehr beliebte Stoffbeutel, Mal- und Zeichenstifte inklusive Anspitzer, aber auch Plüschtiere, verteilt werden. Dazu kommt die stattliche Summe von 5000 Euro. Das Geld wurde in den vergangenen zwei Jahren durch Basare (1200 Euro) und Spendenläufe (2570 Euro) sowie durch Sponsoren eingenommen. „Möbel, Bücher, Unterrichtsmittel und einfache Medikamente sollen davon vor Ort eingekauft werden“, meinte Birkholz. „Ein möglicher Restbetrag soll der Vorbereitung des Baus eines Trinkwasserbrunnens, direkt neben der Schule, zugutekommen“, ergänzte sie. Das sei gelebte Solidarität.

Von Günther Krach

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