Tangerhütter Hauptausschuss segnet zwei Solarpark-Projekte ab

Zwei finanzielle Sonnenstrahlen

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Auf dem Gelände der früheren Holzindustrie soll ein Solarpark entstehen.

ct Tangerhütte. Kleine Sonnenstrahlen in die sonst sehr finstere Haushaltslage der Einheitsgemeinde Tangerhütte könnten zwei Projekte bringen, die jetzt im Hauptausschuss vorgestellt wurden.

In der Waldstraße (ehemalige Holzindustrie) der Ortschaft Tangerhütte und nördlich von Uchtdorf sollen Solarparks entstehen.

Die Kommune könnte dadurch Gewerbesteuern kassieren, wenn die betreibenden Unternehmen ihren Sitz in der Einheitsgemeinde haben. Etwa 130 000 bis 150 000 Euro Einnahmen würde allein das Projekt „Waldstraße“ einbringen – in der Gesamtlaufzeit von 20 Jahren. Doch dazu gab es noch Diskussionsbedarf, denn die Firma wollte erst drei Monate nach Inbetriebnahme der Anlage ihren Sitz nach Tangerhütte verlegen, hieß es im Ausschuss. Trotz der bei Nichterfüllung drohenden Vertragsstrafe von 250 000 Euro bestand der Hauptausschuss auf der Bedingung. Die Entscheidung muss nun der Stadtrat treffen.

Gleiches gilt für das Uchtdorfer Projekt, das eine ähnliche finanzielle Dimension hat. Mit der Verlegung des Betriebssitzes nach Tangerhütte haben die dortigen Investoren kein Problem. Allerdings gibt es hier Widerstand vor Ort. Stadtrat Michael Nagler (SPD) bemängelte die Nähe der Anlagen zur Ortschaft. Er werde daher nicht zustimmen. Die überwiegende Mehrheit der Ausschussmitglieder gab aber auch für dieses Vorhaben grünes Licht.

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