2017 Erweiterung geplant

Lüderitzer Oldtimerschau: „Wichtig in ländlicher Region“

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Felix Rabe liebt Trecker. Sein Exemplar hat jedoch erstmal nur ein „MS“. Denn Opa Reinhard Wille musste menschliche Stärke beweisen und zog den Dreijährigen, der den motorisierten Umzug anführte.

Lüderitz. Angeführt wurde der Umzug von Groß Schwarzlosen bis zum Reitplatz in Lüderitz von dem dreijährigen Felix Rabe aus Stegelitz. Der kleine Treckerfan wurde von seinem Opa Reinhard Wille mit seinem Trettrecker gezogen.

Sein Großvater zog gern am Seil, das am Trecker gut fest gemacht war. Ihnen folgten bis zu 100 Oldtimer und Neufahrzeuge. „Er war letztes Jahr das erste Mal dabei und wir werden jedes Jahr dabei sein, bis er seinen eigenen Trecker hat“, sagte Opa Reinhard.

Auch jedes Jahr mit dabei sind Marion und Bernd Büst aus Gohre. Sie kommen schon seit 15 Jahren zur Oldtimer- und Landmaschinenschau nach Lüderitz. Das russische Motorrad K 750 mit Beiwagen aus dem Jahre 1961 nennt das Ehepaar sein Eigen. Auf dem Platz angekommen ließen sich die Beiden zuerst eine Erbsensuppe schmecken. Während das Paar das Mittagessen genoss, schaute sich Günter Ernst, gekleidet in origineller Uniform, die alten Motorräder an. Er war extra aus Beuster angereist, engagiert sich im dortigen Blaulichtmuseum. Der Blick in den Norden des Landkreises lohnt nebenbei bemerkt: Dort gibt es ab dem 23. Juli die ganze Woche lang eine Oldtimerausstellung mit Polizei- und Militärfahrzeugen.

Nicht nur die alte Technik, sondern auch die Neue wurde von den Besuchern in Augenschein genommen. Vor allem die Kinder zeigten sich von den riesigen Traktoren begeistert. Leon Pohle und seine kleinere Schwester Lara aus Tangerhütte waren an dem Tag zum Geburtstag ihres Opas in Lüderitz und machten vor der Feier noch einen Abstecher zur Ausstellung unter freiem Himmel.

Organisator Mike Burzlaff ist Jungunternehmer im Bereich Landwirtschaft. Der 26-Jährige stellt die traditionelle Schau schon seit einigen Jahren auf die Beine, die vorher von den Lüderitzer Landfrauen organisiert worden war. Dieses Jahr sei einiges schief gelaufen, weshalb weniger Fahrzeuge zur Ausstellung gekommen seien.

„Nächstes Jahr wollen wir einiges anders und besser machen“, erklärt er. Jan Schliefke aus Elversdorf ist Niederlassungsleiter einer großen Landwirtschaftsfirma in Stendal/Borstel und ist ebenfalls seit den Anfängen dabei: „So eine Ausstellung auf die Beine zu stellen ist ein riesen Aufwand. Sie ist aber eine wichtige Veranstaltung in der ländlichen Region.“

Von Maren Maatz

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