Ministerin verweist beim 1. Wirtschaftsfestival „AltmarkMacher“ auf die Fördermittel-Vielfalt

Johanna Wanka: „Viele Mittel werden gar nicht abgerufen“

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Hagen Woecht (v.l.), Gerd Heller, Prof. Hans-Jürgen Kaschade, Bundesforschungsministerin Johanna Wanka, Jörg Ullmann und Mike Zwick beteiligten sich gestern am Podiumsgespräch „Forschung und Entwicklung im ländlichen Raum“.

Tangerhütte. Noch bis heute Nachmittag läuft das 1. „AltmarkMacher“-Festival für Kooperation & Innovation in Tangerhütte, bei dem sich Institutionen, Unternehmen, Vereine und Verbände treffen und präsentieren.

Auf der grünen Wiese am „Neuen Schloss“ geht es an zwei Tagen um die Zukunft der Altmark als Region im ländlichen Raum und darum, was die Region lebens- und liebenswert macht. Inhaltlich dreht sich alles um das zukünftige Leben in der Altmark in allen Facetten.

Mit dem Festival soll eine Veranstaltungsplattform etabliert werden, auf der regionale und überregionale Kooperationen ermöglicht und nachhaltig gelebt werden.

Zwischen den Programmpunkten konnten sich die Besucher des Festivals mit den Ausstellern unterhalten.

Am Freitag – dem Konferenztag – stand nach der offiziellen Eröffnung durch Landrat Carsten Wulfänger und der Vorstellung der Programm-Highlights das Podiumsgespräch „Forschung und Entwicklung im ländlichen Raum“ auf der Tagesordnung. Ehrengast war Bundesforschungsministerin Johanna Wanka (CDU). Bei der Diskussion, die von Prof. Hans-Jürgen Kaschade aus Stendal moderiert wurde, ging es unter anderem um das Thema Fördermittel. In dem Gespräch forderte Wanka die ländlichen Regionen dazu auf, bestehende Fördermittelprogramme künftig noch besser zu nutzen. Die Forschungsministerin sagte: „Gerade kleine und mittlere Unternehmen, die es unter anderem in der Altmark gibt, sollten diese Möglichkeiten noch viel stärker wahrnehmen.“ Die Politikerin regte außerdem an, etwa auf Landkreisebene eine Stelle zu schaffen, die Unternehmer stets über Fördermöglichkeiten auf dem Laufen hält und sie bei Bedarf auch bei der Beantragung unterstützen kann. „Wir haben viele Mittel, die aus diesem Bereich gar nicht abgerufen werden“, sagte Wanka weiter. Sie könne sich darüber hinaus sogar vorstellen, so Wanka, dass sich der Staat, um die Forschung und Entwicklung etwa auf dem Gebiet des Gesundheitswesens zu unterstützen, an entsprechende Unternehmen „mit den Risiken, aber auch mit den möglichen Gewinnen für den Staat“ beteiligt.

Für den heutigen Samstag, den kostenfreien Familientag, versprechen die Orgaisatoren ein abwechslungsreiches Angebot für die kleinen und großen Besucher. Während sich die Erwachsenen das „AltmarkMacher“-Frühstück schmecken lassen, bei einer Kochshow Spitzenköchen über die Schulter schauen, beim „Business-Matching“ potenzielle Arbeitgeber kennenlernen oder sich bei Infotalks und Bürgergesprächen über verschiedene Themen informieren, können sich die Kleinen beispielsweise beim Kinderschminken verwandeln oder sich einen Wunsch-Button anfertigen lassen.

Von Niels Troelenberg

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