Jugendliche wollen BMX-Bahn / Brohm will generelle Einblicke in Alltag der Teenager

„Viel machen kann man nicht“

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Für den BMX- oder Skater-Sport müssen Jugendliche derzeit noch Tangerhütte verlassen.

Tangerhütte. Selten passiert es, dass Jugendliche mit einem Anliegen den Gang zur Verwaltung wagen. Tobias ist so einer. Tobias (Name geändert, der Redaktion bekannt) hat es selbst in die Hand genommen, mit seinen Wünschen zur Stadt zu gehen.

Sein Anliegen: die Bitte um eine Rampe fürs BMX-Radfahren. Er kam aus dem Rathaus heraus mit dem Rat, eine Skizze über einen möglichen Standort zu zeichnen – und zu warten.

Das war noch vor der Zeit des neuen Bürgermeisters Andreas Brohm, und schon da konnte man Tobias keine Hoffnung machen. Der Wunsch wird zunächst abprallen an der Wand der klammen Kasse: Tangerhütte versucht krampfhaft, sich zu entschulden, dreht jeden Cent um, und die Aussicht auf eingedampfte Finanzausgleichszahlungen aus Magdeburg machen die Lage noch mieser. Und solange der Haushalt 2015 nicht steht, kann kein Geld eingeplant werden, und mit eben dem Haushalt hat der neue Bürgermeister Andreas Brohm derzeit alle Hände voll zu tun. „Das ist die erste Priorität“, entschuldigt er sich. Und zu einer BMX-Bahn befragt, sagt er: „Wie gehen wir generell mit Jugendlichen um?“ Das sei eigentlich die Frage. Denn rein demografisch sei es klug, Räume für Jugend zu schaffen – Tangerhütte überaltert. „Ich träume davon, dass Jugendliche ein Haus haben, in dem sie sich selbst verwalten.“ Aber wie das geht, dazu fehle Brohm noch das Hintergrundwissen. Er sei ein Freund von schlüssigen Konzepten, sagt er, und dafür braucht er das Fundament: „Ich will wissen, wie der Alltag der Jugendlichen aussieht, und wie wir mit welchen Maßnahmen unterstützen können“, sagt er.

Von Kai Hasse

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