Verein „KinderStärken“ befragt Eltern

Umfrage: Wenn ich Bürgermeister in Tangerhütte wäre...

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„KinderStärken“-Mitarbeiterin Steffi Wolf bei einer Kinder-Aktion.

kah Tangerhütte. „Warum sind sie hier?“ Der Verein „KinderStärken“, ein praktischer Zweig der Hochschule Magdeburg-Stendal, hat sich mit dieser Kernfrage in Tangerhütte bei Familien umgehört.

Man wollte wissen, was die „Haltefaktoren“ sind – also die Argumente, die Menschen dazu bewegen, eben nicht aus der Einheitsgemeinde wegzuziehen. Oder sogar an den Tanger zu ziehen. Die Ergebnisse: Meist liegt es an persönlichen Bindungen. Und eine weitere Frage hat „KinderStärken“ gestellt: „Wenn ich Bürgermeister/in in Tangerhütte wäre. . . ? Das Ergebnis ist ein buntes Kaleidoskop an Wünschen zugunsten der Kinder.

Rund 50 Prozent der Befragten gaben an, dass sie einen Job gefunden haben, dass Tangerhütte „gut angebunden“ wäre, beispielsweise nach Magdeburg – oder sie sahen die medizinische Versorgung als Argument. Diese Ergebnisse präsentierte „KinderStärken“-Mitarbeiterin Steffi Wolf nun in der Einheitsgemeinde. Zwei Argumente stachen aber heraus: Gut 80 Prozent der Befragten sagten: „Es ist einfach schön hier.“ – Sie wollen, dass ihre Kinder in einem Umfeld mit viel Natur groß werden. Und: 90 Prozent gaben an, dass sie in Tangerhütte sind, weil schon die Familie dort ist. Sie suchen die Nähe zu den Verwandten, wollen beispielsweise sich um die Eltern kümmern können. „Ein Befragter antwortete: Ich bin wegen der Liebe hier“, berichtet Wolf.

Sich für Tangerhütte zu entscheiden, ist demnach also vor allem Emotions-Sache. Daraus folgt für das „KinderStärken“-Team, dass auch die Familienfreundlichkeit gestärkt werden sollte, wie es auch Befragte angaben. Es müsse mehr für Kinder und Familien geben, oder man wünsche sich auch Beratungsangebote konkret für Eltern – oder bessere Informationen über die bestehenden Angebote. Schlaglichter auf die Wünsche, was zu verbessern wäre, lieferte die „Wenn ich Bürgermeister wäre...“-Umfrage.

Ergebnisse der Umfrage von „KinderStärken“

 (Auswahl von Antworten)

Als Bürgermeister würde ich... 
– Straßen und Wege auch in den Dörfern sicherer machen.
– eine sichere Bushaltestelle in Lüderitz einrichten. – Spielstraßen in Wohngebieten schaffen.
– Spielplätze erneuern und sauber halten.
– Einrichtungen für Kinder billiger machen.
– keine Erhöhung der Kita-Beiträge durchsetzen, sondern eine Senkung.
– kostenlose bzw. günstigere Essensangebote für Kinder einrichten.
– alle Kitas gleich behandeln, jeder sollte sie sich leisten können.
– Schließung kleiner Schulen stoppen (trennt Freundeskreise).
– die Beziehung Eltern-Kinder-Lehrer in den Schulen verbessern.
– einen Indoor-Spielplatz einrichten.
– die Schwimmhalle modernisieren/wieder aufmachen.
– eine offene Mehrzweckhalle für Kinder einrichten. – etwas zum Sitzen in Lüderitz einrichten.
– ein Mehrgenerationen-Café einrichten.
– eine Fahrradtour durch mehrere Ortschaften organisieren.
– mehr Sportangebote, außer Fußball, etablieren.
– Angebote für Kinder kostenlos anbieten.
– für mehr Engagement der Verwaltung und weniger bürokratische Hürden sorgen.
– Treffpunkte für Familien schaffen.
– für familienfreundliche Arbeitgeber/ „vernünftige Gewerbe“ sorgen.
– (Eine Einzelmeinung:) „...Stadtverwaltung entlassen und die einstellen, die was machen“.

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