Ines und Gunnar Weidemann haben ihr Haus wieder weihnachtlich geschmückt

In Cobbel: Über 6000 LEDs für das Christkind

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Wer aus Richtung Birkholz nach Cobbel fährt, sieht das hübsch beleuchtete Häuschen der Familie Weidemann schon von weitem. Jeden Tag kann das Meisterwerk von 16.15 Uhr bis 22 Uhr bewundert werden.

Cobbel. Nachdem das wunderschön weihnachtlich leuchtende Haus der Familie Weidemann in Cobbel im letzten Jahr dunkel blieb und es in der Adventszeit schmerzlich vermisst wurde, erstrahlt es in diesem Jahr wieder mit mehr Lämpchen als zuvor.

Schon von weitem leuchtet das Häuschen, weil es direkt am Ortseingang steht.

Während Ines Weidemann für die Innendekoration zuständig ist, kümmert sich ihr Ehemann Gunnar um die Außenbeleuchtung. „Alles fing 1997 an, da sollte mein Mann nur um die Außentür herum eine Lichterkette anbringen“, erzählt Ines Weidemann. „Und ab da wurde es von Jahr zu Jahr immer mehr“, ergänzt ihr Ehemann lächelnd. Rund fünf bis sechs Jahre später hätten sie für ein Jahr ausgesetzt, so wie im letzten Jahr.

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Sie seien im Urlaub gewesen und erst am ersten Advent zurückgekehrt. Da Weidemann für die Überprüfung der Lämpchen und Ketten eine Woche braucht und für die Installation noch einmal zwei Wochen benötigt, haben sich Weidemanns im letzten Jahr, trotz Hilfsangeboten aus der Nachbarschaft, gegen eine Verzierung ihres Häuschens entschieden, weil die Zeit zu knapp war. Früher hätten die zwei Söhne bei der Fummelei und dem Entwirren mit den Lichterketten geholfen, „heute sind sie froh, dass sie es nicht mehr müssen, aber schön finden sie es trotzdem“, erzählt Ines Weidemann und verrät, dass ihr Mann bei der Überprüfung der Ketten doch des Öfteren in seiner Werkstatt schimpfen würde.

In diesem Jahr sind noch einmal rund 2 000 LEDs dazugekommen. Somit leuchten jetzt insgesamt 6 330 LEDs und auch Lämpchen in die Nacht. Vor zwei Jahren hatte Weidemann nur eine Lichterkette mit acht so genannten Snowtubes oder Meteorlights-Röhren. Freunde haben diesen Lichteffekt auf dem Weihnachtsmarkt in Rostock entdeckt und es den Weidemanns berichtet. Nun zieren den Baum insgesamt acht Lichterketten mit 64 Röhren, um den Schneefalleffekt noch besser darzustellen. Weidemann hat den Stromverbrauch ausgerechnet und kommt für seine leuchtende Weihnachtsdekoration auf einen Euro pro Tag. Die Kosten würden sich aufgrund der LED-Lampen in Grenzen halten. „Man sollte aber eine gewisse Grenze nicht überschreiten“, sagt Gunnar Weidemann und seine Ehefrau ergänzt, dass sie sonst immer darauf geachtet hätten, dass alles in einer Farbe brennt. Nur in diesem Jahr leuchtet die Tanne in blauweißrot, den Farben der französischen Flagge.

„Wir hatten auch mal einen Wunschzettel für den Weihnachtsmann im Postkasten, aber es stand leider kein Name drauf“, berichtet Gunnars Ehefrau. Dass draußen auch Passanten des Öfteren versuchen, das Haus mit seiner Beleuchtung zu fotografieren, bekommen Weidemanns mit, wenn der Blitz des Fotoapparates aufflammt. „Ich habe für die Fotografen noch einen kleinen Tipp. Der Blitz muss ausgeschaltet werden, sonst funktioniert es nicht“, erklärt Gunnar Weidemann.

Von Maren Maatz

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