Tangerbrücke zwischen Demker und Weißewarte für Verkehr freigegeben

Tragwerk nach drei Jahren fertig

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Dieses Bild gehört der Vergangenheit an. Die Brücke über den Tanger zwischen Demker und Weißewarten (Kreisstraße 1469) ist fertig und nun freigegeben.

Demker. Eigentlich sollte bereits am 30. Oktober alles abgeschlossen sein: Viel Wasser ist den Tanger hinunter geflossen, seit im Dezember 2013 Gutachter die Tangerbrücke über den Fluss zwischen Demker und Weißewarte unter die Lupe nahmen.

Zu viel Wasser war es, das es notwendig machte, das Tragwerk überhaupt sanieren zu müssen. Stichwort: Flut (im Juni 2013).

Die Kreisstraße 1469 ist keine unwichtige Verbindung im Städtedreieck Stendal-Tangerhütte-Tangermünde. Und kann nun, nach Ende der Bauarbeiten an der besagten Brücke, wieder frei befahren werden. Eine wichtige Frage zu Beginn: Was kostet das? Rund 1,6 Millionen Euro stehen zu Buche, die vollkommen aus einem Fördertopf zur Schadensbeseitigung getragen werden. Darunter fällt, dass das Areal zunächst für den Bau einer neuen Brücke vorbereitet werden musste. Zudem musste eine Behelfsbrücke montiert, demontiert und ohnehin angemietet werden.

Im gesamten Komplex fehlt noch ein Puzzleteil: Pflanzenwelt, die entfernt wurde, soll wieder wachsen. Die „Ausführung der Ausgleichs- und Ersatzpflanzung“ soll noch in diesem Jahr, wahrscheinlich im November, passieren.

Zur Erinnerung: Die Brücke wurde vom Hochwasser bis über die Fahrbahn überflutet. Das Widerlager in Richtung Weißewarte wurde vollständig unterspült. Die Betonfundamente wurden durch die Kraft des Wassers freigelegt. Und auch Risse traten in der Folge auf. Die Fertigstellung der gesamten Baumaßnahme war ursprünglich zum 30. Oktober des vergangenen Jahres vorgesehen. Aufgrund mehrfach aufgetretener technischer Probleme, unter anderem beim Aufbau des Traggerüstes, verzögerten sich die Arbeiten, sodass es aufgrund der Temperaturen im November nicht mehr möglich war, die Beschichtung auf den Beton aufzubringen. Diese war aber Voraussetzung für alle Folgearbeiten, die somit erst nach der Winterpause (Ende Januar 2016) ausgeführt werden konnten.

Von Alexander Postolache

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