Schüler- und Freizeitzentrum Tangerhütte informiert zum Thema Mobbing

Teufelskreis in den Selbstmord

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Im Internet sind die Mobber oft anonym, das macht sie umso gefährlicher. Die Folgen können erschreckend sein.

Tangerhütte. Früher gab es Mobbing von Angesicht zu Angesicht. Das hat sich geändert, sagt Jürgen Harder.

Harder ist Kriminaloberkommissar bei der Stendaler Polizei, und zusammen mit Ines Uhl, Mitarbeiterin vom Jugendrotkreuz, hat er kürzlich im Schüler- und Jugendclub Tangerhütte einen Vortrag zum Thema Mobbing gehalten. Was sich ändert? „Heute gibt es Cybermobbing bei Facebook, SchülerVZ und anderen sozialen Medien. Und das findet rund um die Uhr statt. Das Internet vergisst nie“, sagte er.

Jürgen Harder weist auf Gefahren im Internet hin.

Seit 17 Jahren ist Harder in der Kriminalpräventionsstelle. Und weist unermüdlich auf die Gefahren von Alkohol, Drogen, Gewalt – oder eben Mobbing hin. Denn Heranwachsende haben oft mit Mobbing zu kämpfen und ebenso oft unternehmen die Opfer Verzweiflungstaten.

Eileen Wolf-Köppe, Leiterin des Schüler- und Jugendclubs, will auf das allgegenwärtige Thema aufmerksam machen. Sie glaubt, dass Mobbing nicht immer erkannt wird. „Erwachsene haben oft einen anderen Blickwinkel“, erklärt sie das, sie erkennen möglicherweise nicht, wie tief verletzt Kinder sind. „Uns geht es darum zu zeigen, was es für Anzeichen gibt. Wir sagen: Achtet auf Eure Kinder. Und nehmt auch wahr, was sie quasi zwischen den Zeilen sagen.“

Speziell in den sozialen Netzwerken wird das Problem oft verschärft, weil Spott und Beleidigungen hier durch die Anonymität leichter und sehr schnell weiterverbreitet werden können. Einen Fall machte Harder deutlich, den von Amanda Todd, einer 15-jährigen Kanadierin. [...]

Von Maren Maatz und Kai Hasse

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