„Abgespeckte“ Version könnte im Kostenrahmen von 70 000 Euro bleiben

Tangerhütte: Lösung für Spielplatz?

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Hagen Roßmann, Planer des erneuerten Kinderspielplatzes, stellte die Pläne in den beiden Fachausschüssen der Einheitsgemeinde vor.

Tangerhütte. Unter anderem nach der Initiative des Vereins „Elterninitiative Kinderträume Tangerhütte“ hat die Stadt Tangerhütte große Pläne mit der Erneuerung des Abenteuerspielplatzes in der Tangerhütter Otto-Nuschke-Straße.

Nun zeichnet sich ab, dass das Projekt einen Schritt vorankommt. Allerdings: Von der ursprünglichen Idealversion muss die Stadt zunächst abrücken. Die bisherigen Kostenbescheide von Baufirmen sind zu happig.

Geplant war, Spielgeräte auf einem mit Fallschutz ausgestatteten Randstück des Areals zu konzentrieren. So entstünde Platz für eine größere Spielfläche, auf der beispielsweise Fußball gespielt werden könnte. Die entsprechenden Pläne dazu wurden ausgeschrieben. Angebote gab es aber nur drei – alle drei zu hoch für den Kostenrahmen von 70 000 Euro.

Aber: „Es gibt eine Lösung“, sagt Marcus Graubner, Mitglied im Bauausschuss und Sprecher des Vereins „Kinderträume“. Nach Beratungen im Kultur- und im Bauausschuss wolle man das Projekt nun neu ausschreiben in einer „abgespeckten“ Version. So würde man die geplante Begrünung an dem Spielgeräte-Teil des Platzes zunächst sowie den Abriss der noch bestehenden betonierten Fläche nicht von einer Firma machen lassen. Das Budget von 70 000 Euro würde so nicht überschritten werden. „Das wäre auch bei der derzeitigen Haushaltssituation nicht vertretbar“, meinte Graubner gegenüber der AZ.

Für die letzten Arbeiten – also die Begrünung und den Abriss der steinernen Fläche – werde man eine andere Lösung suchen. Das könnte bedeuten, dass es Arbeitseinsätze der Vereinsmitglieder und der Nutznießer des Spielplatzes gibt. Und man werde verstärkt auf Gartenbauunternehmen zugehen und erfragen, welche Firmen sich zugunsten des Spielplatzes gemeinnützig beteiligen wollen. Noch eine Herangehensweise wäre es laut Graubner, Baumpaten für die Begrünung des Projektes zu finden.

Von Kai Hasse

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