Ort der Kultur und der Historie

Originalgetreu seit zehn Jahren: Windmühle von Grieben seit 2006 restauriert 

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Mühlenvereinsvorsitzender Klaus Wolf ist stolz auf das Kleinod am Elbe-Standort Grieben.

ct Grieben. Die Flügel drehten sich zwar nicht im Wind. Trotzdem herrschte Pfingstmontag reger Betrieb an der Griebener Bockwindmühle. Zum Deutschen Mühlentag hatte das Wahrzeichen des Ortes wieder die Türen und Klappen geöffnet.

Zahlreiche Neugierige nutzten die Gelegenheit, einen Blick in das Innere des technischen Wunderwerkes zu werfen, das seit zehn Jahren an dieser Stelle von alter Handwerkskunst kündet.

Die Besucher kamen aus dem gesamten Landkreis und angrenzenden Regionen, zeigt sich Klaus Wolf, Vorsitzender des Heimat- und Mühlenvereins (der übrigens der örtliche Bäcker ist), mit der Resonanz sehr zufrieden. Darunter viele Radfahrer, denn die Griebener Mühle ist eine Attraktion, direkt am Elbe-Radwanderweg. Im angrenzenden Backhaus wurden zu Kaffee und Kuchen eingeladen und die Gelegenheit zum Aufwärmen genutzt. Immerhin war es nicht das wärmste Pfingstfest, das die Mühle in ihrer langen Geschichte erlebt hat.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in Grieben drei Windmühlen. Zwei davon waren bis etwa 1950 abgebaut. Die älteste Mühle war die Mühle der Familie Uchtenhagen am Bittkauer Weg. Deren Betrieb wurde in den 1930er Jahren aufgeben. Sie verfiel immer mehr. Im Jahr 2000 wurden die Mühlenreste fachgerecht abgebaut und eingelagert. Dank des Engagements des Vereins, der derzeit 35 Mitglieder zählt, und mit Hilfe von EU-Geld erfolgte an anderer, zentraler Stelle der originalgetreue Wiederaufbau.

Seit dem Jahr 2006 ist die Mühle komplett restauriert und ein kulturelles Zentrum der Ortschaft. Neben Pfingsten wird vor der Mühle und im Backhaus auch an Himmelfahrt sowie Erntedank und Weihnachten gefeiert.

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