Tangerhütte braucht nur noch wenige Kunden für den Internet-Turbo / Kernort „ausgeklammert“

Letzte Meter zum Breitband-Kabel

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Wenn es genug Vorverträge für die Einheitsgemeinde gibt, werden die Glasfaserkabel bis vor das Haus der Ortschaften Tangerhüttes gelegt. Im Stadtrat gehen viele fest davon aus, dass mit bisher 58,3 Prozent willigen Haushalten das Ziel so gut wie erreicht ist.

Tangerhütte. „Wir haben 58,3 Prozent hingelegt – in vier Wochen.“ Jörg Rudowski, Stadtratsmitglied in Tangerhütte, lässt keinen Zweifel daran, dass die Einheitsgemeinde Großes geleistet hat für den Breitband-Anschluss.

58,3 Prozent der Menschen in der Einheitsgemeinde haben bekannt, dass sie Internet vom Zweckverband Altmark (ZBA) haben wollen. 60 Prozent der Einwohner müssten es sein, damit der ZBA wirklich baut. Einige fehlen noch. Sechs Tage Zeit sind noch. Viele im Stadtrat der Einheitsgemeinde glauben an dem kommenden Ausbau. Dennoch: Die Werbung muss weiter gehen. Das Signal an den ZBA muss stimmen, so der Tenor. Mies ist die Zusage zum Ausbau lediglich im Kernort Tangerhütte. Der soll „ausgeklammert“ werden.

Vor allem an der Arbeit der Ortsbürgermeister liege es, dass die Einheitsgemeinde bisher ein so gutes Votum für den Ausbau hinbekommen habe, meint Bürgermeister Andreas Brohm. Er pocht stets auf die Wichtigkeit des schnellen Internets: Wo der ländliche Raum sonst strukturschwach ist, müsse er durch Internet einen Standortfaktor schaffen. Auch Häuser gewinnen an Wert, wenn sie Breitband-Anschluss haben.

„Wir haben die große Hoffnung, dass sich auch Unternehmen dadurch ansiedeln werden“, meint Rudowski. Und er sagt: Der Hauptdank gelte dem Bürger, der an die Erschließung mit Breitband-Internet durch den Zweckverband glaube.

Der Kernort Tangerhütte selbst ist nicht Teil des anvisierten Ausbaugebietes des ZBA. Hier gibt es grundlegendes Internet, und der Andrang auf Vorverträge war sehr gering. Bürgermeister Brohm: „Für Tangerhütte werden wir separat werben.“ Vorher sei es vielleicht an der einen oder anderen Straße möglich, ein naheliegendes Kabel zu einem einzelnen Straßenzug des Kernortes weiterzuverlegen. Es bleibe der Endspurt in den Ortschaften: Einige Verträge fehlen noch. Interessenten können sich an ihre Ortsbürgermeister wenden oder an die Verwaltung der Einheitsgemeinde.

Von Kai Hasse

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