CDU/SPD-Vorschlag löst Debatte aus / Qualifikation angezweifelt

Kulturhaus Tangerhütte: Studenten sollen weiter planen

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Die Studenten der Hochschule Anhalt hatten im Februar ihre Projekte für die Kulturhaussanierung vorgestellt. Nur wenige Stadträte waren dabei.

Tangerhütte. Wie soll in Sachen Kulturhaussanierung in Tangerhütte weitergehen? Die Stadtratsfraktionen von CDU und SPD schlagen vor, dass Studenten der Hochschule Anhalt, die schon Entwürfe für die künftige Gestaltung des Hauses erarbeitet haben, auch die zweite Planungsphase übernehmen.

Ein entsprechender Beschluss, soll in der kommenden Sitzung gefasst werden. Doch schon die Einbringung sorgte für heftige Diskussionen.

Der Streit entzündete sich am Angebot der Hochschule, diese Leistungen kostenlos zu erbringen. Das sei aus rechtlichen Gründen gar nicht möglich, warf Frank Dreihaupt, Vorsitzender der Fraktion Unabhängige Wählergemeinschaft „Südliche Altmark“, ein. Für solche Leistungen gebe es eine Gebührenordnung, die zu beachten sei. Außerdem stelle er die Qualifikation der Beteiligten infrage. Immerhin handele es sich „nur“ um Studenten.

Werner Jacob (CDU) wies darauf hin, dass es sich um einen Aufbaustudiengang für bereits ausgebildete Architekten handele. Darauf sei bei der Vorstellung der Gruppe und ihrer Projekte mehrfach hingewiesen worden. Ihm sei das neu, so Dreihaupt, der prompt Jacobs Rederecht in Zweifel zog. Als Pächter im Kulturhaus gelte für diesen als Mandatsträger ein so genanntes Mitwirkungsverbot. Das heißt: Er hat sich, laut Beschluss des Stadtrates, aus allen das Haus betreffenden Diskussionen herauszuhalten.

Diese Karte zog wenig später Ina Altenberger auch in Richtung Dreihaupt. Dieser sei schließlich Vorsitzender des Vereins „Aus einem Guss“, der den Stadtpark und die alten Gießereihallen zu einem kulturell-touristischen Zentrum entwickeln will. Das Projekt steht de facto in Konkurrenz zur Kulturhaussanierung. Einen Antrag, das Areal in das Fördergebiet „Kleine Städte und Gemeinden“ aufzunehmen, hatte die Fraktion der Linken gestellt.

Trotz heftiger Wortwechsel: Ausdiskutiert wurden die Themen nicht. Schließlich ging es nur um das Einbringen der Vorschläge, aus denen die Verwaltung nun Beschlussvorlagen erarbeiten soll. In der kommenden Sitzung geht die Debatte weiter. Dazu ist es allerdings nötig, dass diese Themen bei einem entsprechenden Termin auch auf der Tagesordnung landen.

Von Christian Wohlt 

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