Bürgermeister stellt die Entweder-Oder-Frage / Gedrückte Stimmung im Bauausschuss

Kulturhaus oder „Neues Schloss“?

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Das Kulturhaus Tangerhütte.

Tangerhütte. Von „Liebgewonnenem trennen“ müsse man sich eventuell, das hatte der Bürgermeister Tangerhüttes, Andreas Brohm, schon beim Neujahrsempfang gesagt.

Wer mit ihm über Veranstaltungssäle spricht, dem antwortet er selten direkt, sondern stellt seinerseits Fragen, bei deren Beantwortung man unweigerlich zu dem Schluss kommen muss, dass das Kulturhaus nicht mehr haltbar ist. Nun hat Brohm im Bauausschuss Tacheles gesprochen und erklärte eine schmerzhafte Wahl: Kulturhaus oder „Neues Schloss“. Und zwar entweder – oder.

Das neue Schloss.

Die Fragen, die Brohm unter anderem stellt, sind: Was haben wir? Was wollen wir? Welchen Raum haben wir dafür? Und passt der Raum, den wir haben, mit dem zusammen, was wir wollen? Und was kostet uns der Raum? „Wir haben viele Veranstaltungen in der ganzen Einheitsgemeinde. Wenn wir das alles bündeln, an einem Punkt, dann haben wir dort einen Haltepunkt, der identifikationsstiftend ist. Dann hat das Konzept eine Berechtigung“, sagte Brohm. Das wäre Variante eins: Das Kulturhaus zu Kostendeckungszwecken als Dreh- und Angelpunkt des kulturellen Lebens – aber möglicherweise auf Kosten der Veranstaltungen auf den Dörfern. Variante zwei: Nur ein Saal für Tanz, Unterhaltung, Sitzungen – und dann einen bedarfsgerechten Neubau oder Vergleichbares. Etwas, das bezahlbar ist, auch in den Unterhaltungskosten. [...]

Von Kai Hasse

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