Camp von Militär-Gegnern auf einer Wiese zwischen den Dörfern / „Sollen kommen – aber sie sollen nett sein“

Kriegsvorbereitungen in Brunkau

An mehreren Orten an der Heide haben sich Militär-Gegner auch im Jahr 2013 gezeigt.
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An mehreren Orten an der Heide haben sich Militär-Gegner auch im Jahr 2013 gezeigt.

Brunkau. In Brunkau beginnt der Krieg. So kann man es sagen, wenn man den Slogan des Antimilitarismuscamps gegen die Militärübungen in der Colbitz-Letzlinger Heide sieht. „War starts here“, heißt es, „Krieg beginnt hier“.

Wo man sich auf Krieg vorbereitet, wie in der Heide auf dem Gefechtsübungszentrum (GÜZ), da muss man schon dagegen protestieren, das ist der Sinn des Camps. Es wird, wie berichtet, in diesem Jahr um den 23. August herum in Brunkau unterkommen und soll eine Übung der Bundeswehr auf dem GÜZ stören.

Deutliche Worte: „Soldaten sind Mörder und Vergewaltiger“, so eine Behauptung bei einem vergangenen Camp.

In den vergangenen Jahren hatte das Camp bei Potzehne im Altmarkkreis Salzwedel stattgefunden. Nun hat der Landkreis Salzwedel erklärt, das nächste Camp sei in Brunkau. Vor Ort erfährt die Altmark-Zeitung: Als Ort für das Camp ist eine größere Wiese zwischen Brunkau und Ottersburg eingeplant. Sie ist Privatgrundstück eines Mannes aus der Gemeinde Windberge, zu der auch Brunkau gehört.

Die Brunkauer sehen mit gemischten Gefühlen in die Zukunft. Denn in den vergangenen Jahren sind im Umfeld des Camps beispielsweise Verkehrsschilder oder die Straßen mit Farbe besprüht worden, es gab auch Schäden am Zaun eines Freibades. Dinge, die nun auch auf Brunkau zukommen könnten, wie es der Ortsbürgermeister der Gemeinde Windberge, Hartmut Valentin, befürchtet.

Von Kai Hasse

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