Tag der offenen Tür bringt vier Neuanmeldungen für den Nachwuchs / Suchhund Max findet verwirrtes Unfallopfer

20 Jahre Feuerwehr durch eine Wette

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Gabriele Stahl, Andrea Schilling und Gabi Schäfer erhielten ihre Urkunde zum Jubiläum von Wehrleiter Heiko Steinig-Pinnecke.

Tangerhütte. Als die drei Frauen Gabi Schäfer, Gabriele Stahl und Andrea Schilling kürzlich neben Marc Friebus für ihr 20-jähriges Feuerwehrjubiläum geehrt wurden, dachten die Damen unweigerlich daran zurück, wie sie eigentlich zur Feuerwehr kamen: durch eine Wette.

„Vor 20 Jahren, am 1. Mai 1995, haben wir gefeiert. Es kam ein Notruf und die Männer mussten ausrücken“, erinnert sich Andrea Schilling. Die Männer hätten mit ihnen gewettet, dass die drei Frauen es nicht schaffen würden, das ganze Fass Bier zu leeren, bis sie vom Einsatz zurückkehren. Der Wetteinsatz war der Beitritt der drei Frauen in die Feuerwehr.

„Der Einsatz unserer Männer damals dauerte ganz schön lange. Wir haben es geschafft und das ganze Fass ausgetrunken“, schmunzeln die Damen heute. In der Feuerwehr sind sie immer noch gern, sie schätzen die familäre Atmosphäre und den Zusammenhalt.

Suchhund Max fand das Unfallopfer binnen zwei Minuten.

Anlass für die Ehrung der Frauen bot der Tag der offenen Tür der Feuerwehr Tangerhütte, der übrigens der Jugendwehr, die im Oktober 25. Jubiläum feiert, vier Neuanmeldungen bescherte. Mit einem Stand über Rauchmelder hatten die Nachwuchsbrandschützer die Besucher darüber informiert, dass zum 31. Dezember alle Räume mit einem Rauchmelder ausgestattet sein müssen. Marvin Plümecke und Fabrice Pieper zeigten gekonnt, dass ein Brand mit dem Feuerlöscher stoßweise gelöscht wird. Auch die Besucher durften Hand anlegen und einen Brandherd löschen.

Mit einer Hydraulikschere wurde das Dach abgetrennt.

Bei einem simulierten Verkehrsunfall fuhr die Feuerwehr schwere Technik auf. Mit einer hydraulischen Schere wurden die Dächer der vermeintlich verunglückten Pkw an den Holmen abgetrennt und die Verletzten gerettet. Ein Verletzter lief verwirrt vom Unfallort weg. Das war der Zeitpunkt, bei dem Flächensuchhund Max seinen großen Auftritt hatte. „Flächensuchhunde verfolgen jeden menschlichen Geruch, während die Hunde beim Mantrailing nur dem Geruch einer ganz bestimmten Person nachgehen“, erklärte Anett Fiedler, Staffelleiterin der Rettungshundestaffel. Sie schickte ihren Hund ins Gelände. Es dauerte nicht einmal zwei Minuten, bis Max den Verletzten gefunden hatte und die Rettungssanitäter ihn versorgen konnten.

Für die Kinder gab es Fahrten mit dem Feuerwehrauto, eine Hüpfburg und einen Rennsimulator. Der Schülerclub hatte ein zum Thema passendes Bastelangebot im Gepäck. Der Förderverein „Pro Feuerwehr“ versorgte die Gäste mit Kaffee, selbstgebackenen Kuchen, Bratwurst und einer Erbsensuppe aus Siggi’s Gulaschkanone.

Von Maren Maatz

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