Seminar zum besseren Verständnis zwischen Zwei- und Vierbeinern

Griff nach den Gefühlen

+
Die Teilnehmer des Seminars mussten sich mit Meditationsübungen erstmal auf die Kommunikation mit ihren Tieren einstimmen.

Cobbel. Schon seit jeher „kommunizieren Tiere mit den Menschen über ihre Gefühle“, davon ist Tierkommunikatorin Monika Jäger überzeugt. Der Mensch habe diese Fähigkeit im Laufe seiner Entwicklung vernachlässigt und vielen fehle das Verständnis dafür.

Um dies wieder zu wecken, hielt Jäger kürzlich ein Seminar über die Kommunikation der Tiere auf dem Pferdeschutz- und Gnadenhof in Cobbel ab.

Neun Teilnehmer erweiterten durch das Seminar ihren Horizont. Sie lernten, wie sie vom Denken ins Fühlen umschalten können. Dies brauche allerdings viel Übung. Eine Meditationsübung sollte dabei behilflich sein, den Kopf frei zu bekommen. Weil Tiere über Gefühle kommunizieren, sei es auch wichtig, „sich den Nuancen bei den Gefühlen bewusst zu werden“, denn Liebe sei nicht gleich Liebe. „Hast du deinen Hund genauso lieb, wie den des Nachbarn? Dein Hund ist traurig. Aber ist er traurig, dass er allein zu Hause bleiben muss oder ist er traurig, weil etwas Schlimmes passiert ist?“ Monika Jäger fragt in die Runde. „Lernt Gefühle zu greifen.“

Auch Angela Jackowski ist davon überzeugt, dass es funktioniert, obwohl sie anfangs etwas skeptisch war. Persönliche Erlebnisse mit einem Hund in der Familie, der immer im Weg lag und der nach einem gedanklichen Austausch hochschreckte und danach nie wieder den Wegelagerer spielte, änderten ihre Meinung. Ihr selbst fehle allerdings die Ruhe für die Tierkommunikation. Vor einigen Jahren ließ Jackowski deshalb die Tierkommunikatiorin eine ihrer Stuten, Rosi, befragen, die lange krank gewesen war. Zur Debatte stand damals, das Pferd einschläfern zu lassen. Aber Rosi gab, so heißt es bei dem Seminar, zu verstehen, dass sie noch nicht bereit sei zu sterben. Einige Zeit später, als sich das Pferd hinlegte und nicht mehr hochkam, war ihre Zeit zum Einschläfern gekommen.

Jackowski freute sich über den Zuspruch ihrer Gäste: „Dabei profitieren nicht nur die Tiere vom Erlernten, sondern auch die Menschen.“

Von Maren Maatz

Kommentare