Tangerhütter Ausschuss will unangenehm sein / Misstrauen gegenüber dem Land

Gegen Mummenschanz am Deich

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Überschwemmungen wie hier 2013 in Weißewarte soll der Ausschuss in Tangerhütte verhindern.

Tangerhütte. Ein kleiner Kreis von Tangerhüttern will sich nicht mehr von Magdeburg „verscheißern“ lassen. So in etwa kann man zusammenfassen, was der neue zeitweilige Ausschuss für Deichsanierung der Einheitsgemeinde vor hat.

Und dafür will man öffentliche Informationen über die Sicherheit von Deichen auf Schlüssigkeit abklopfen und skeptisch hinterfragen. Und: Man will unangenehm sein. Amtlichen Informationen aus Magdeburg traut man hier nicht mehr.

Der volle, stolze viereinhalb Zeilen lange Name des Gremiums ist „Ausschuss für alternativlose, DIN-gerechte Sanierung aller Hochwasserdeiche im Einzugsgebiet der EG Stadt Tangerhütte“. Der CDU-Landtagsabgeordnete und Stadtrat Detlef Radke ist darin, CDU-Stadtrat Marcus Graubner, die SPD-Räte Michael Nagler und Wolfgang Kinszorra sowie der Landwirt Detlef Braune und der Apotheker Thomas Kruse als sachkundige Bürger. Kinszorra ist Vorsitzender und weitgehend Wortführer. Wie er die Arbeit griffig erklärt: „Wir nehmen die öffentlichen Infos als normal denkende Menschen auf und hinterfragen sie.“ Im Gespräch mit Kinszorra wird deutlich, dass es zwar um die Deichsicherheit geht, aber eben nicht nur darum. Die Stadträte fordern, als gewählte Vertreter einer Gemeinde nicht mit Beschwichtigungen abgespeist zu werden, sondern ehrliche Infos zu bekommen. [...]

Von Kai Hasse

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