Nur wenige Verträge fehlen, bis Zweckverband die Datenautobahn in Tangerhütte verlegt

Breitband zum Greifen nahe

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Kommt man in Tangerhütte schneller ins Internet, könnten sich Grundstücke besser verkaufen lassen, vermutet der Bürgermeister der Einheitsgemeinde, Andreas Brohm.

Tangerhütte. Der Ausbau von Breitband-Internet in der Einheitsgemeinde Tangerhütte ist so gut wie greifbar: 60 Prozent der Haushalte in den Tangerhütter Teilorten sollten einen Vorvertrag für Breitband-Internet abschließen.

Nach einigen harten Wochen der Werbung sind es Punkt 0 Uhr in der Nacht auf Dienstag 58,3 Prozent gewesen. Zu wenig also für einen Ausbau – eigentlich. Aber der Zweckverband Breitband Altmark (ZBA), der den Ausbau übernimmt, will die Vermarktungsphase nun bis zum Ende Juni verlängern. „Tangerhütte sieht super aus“, sagte Jennifer Wels vom ZBA über den sogenannten Ausbau-„Cluster“ im Süden der Altmark. Der ZBA sei optimistisch, dass die letzten Vorverträge zusammenkommen. Sie sind notwendig, um für den ZBA zu dokumentieren, dass der teure Ausbau sich auch lohnen wird. Tangerhütte bekommt also noch eine weitere Chance, die die Kommune angesichts der wenigen Verträge, die noch fehlen, höchstwahrscheinlich nehmen kann, zur Freude des Bürgermeisters der Einheitsgemeinde, Andreas Brohm.

„Bisher hat sich noch keine Kommune so positiv zum Breitband geäußert“, sagte Brohm gestern stolz. Zu Recht: Andere Kommunen wie Arneburg (51 Prozent in einem Pilotprojekt) und Arendsee (derzeit 28 Prozent) haben diese Menge nicht geschafft. Aber: Es bleibt unter den 60 Prozent. Brohm glaubt aber an den Ausbau. „Mich freut, was wir zusammen geschafft haben“, sagt Brohm, „Es ist ein klares Bekenntnis zum Breitband. Das haben wir auch den Ortsbürgermeistern zu verdanken und den direkten Gesprächen vor Ort.“

Ein Breitband-Anschluss sei ein Verkaufsargument, beispielsweise für Grundstücke in Weißewarte, die die Gemeinde derzeit verkaufen will, und denen er „in einem Jahr mit Breitband-Anschluss“ hinzufügen kann. Unternehmer der Region würden derzeit unter schlechtem Internet leiden. Für sie gäbe es in einem Jahr, wenn der Ausbau erfolgt, ein Argument, in der Region zu bleiben. „Es wird einen Impuls haben“, ist Brohm überzeugt.

Das weitere Vorgehen: Der ZBA will nach gestrigen Auskünften jetzt schon mit der Feinplanung beginnen. Dazu gehören Überlegungen zu Trassen oder Verteilerkästen. Brohm bemerkt, dass nicht alle Haushalte punktgenau zur selben Zeit ihren Anschluss haben werden.

Von Kai Hasse

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