Bahnhof Tangerhütte fällt langsam zusammen / Verkauf ab 2016 geplant

Die Bahn will sich jetzt kümmern

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Das aus dem Jahre 1859 stammende Bahnhofsgebäude steht noch zum Verkauf. Seit einigen Jahren steht es leer und fällt langsam zusammen. Der letzte Sturm hinterließ schwere Schäden am Dach. Die Bahn will sich jetzt kümmern.

Tangerhütte. „Das Empfangsgebäude des Bahnhofs Tangerhütte ist verkauft und gehört nicht mehr zum Immobilienbestand der DB“, hieß es gestern Morgen in einem Schreiben der Deutschen Bahn.

Bauamtsleiter Erich Gruber war von der Neuigkeit sehr überrascht, denn er wusste von dem angeblichen Verkauf nichts: „Normalerweise wird die Stadtverwaltung am Verkaufsverfahren beteiligt, in dem uns ein Notarvertrag zur Stellungnahme zugesendet wird. “ Dies erschien doch etwas kurios, deshalb hakte die AZ noch einmal nach und bekam am Nachmittag folgende Antwort: „Das Bahnhofsgebäude in Tangerhütte steht im Eigentum der Deutschen Bahn und diese ist bestrebt, das Empfangsgebäude zu veräußern. Ein genauer Zeitpunkt für die Veräußerung kann derzeit nicht benannt werden, voraussichtlich ab 2016. “.

Das Backsteingebäude soll also nach wie vor verkauft werden. Es wurde im Jahre 1859 erbaut und steht unter Denkmalschutz. Beim letzten großen Sturm gab es in Tangerhütte einen Großeinsatz von Polizei und Feuerwehr.

Der Teil des Daches zu den Gleisen hin war in das Gebäude gestürzt, auf der Straßenseite wurden große Teile des Daches herausgerissen und sind durch den starken Wind bis zu den Wohngebäuden geweht worden. Anwohner berichteten, dass das Dach bei jeder Böe leicht angehoben wurde (AZ berichtete).

Drei kleine Birken und zwei Kiefernableger wachsen vorn auf der Kante des Daches. Wenn die Bäume größer und schwerer werden, könnte die Wand irgendwann umkippen und große Schäden anrichten.

Die Bahn betreibt Verkehrs- bzw. Gebäudesicherung im Rahmen der Eigentümerpflichten und will sich nun zum derzeitigen Zustand am Bahnhofsgebäude in Tangerhütte durch einen Mitarbeiter des Außendienstes in den nächsten Tagen vor Ort selbst ein Bild machen.

Von Maren Maatz

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