40-Jähriger aus Tangerhütte muss ins Gefängnis

Anderthalb Jahre Haft für den Würger

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Ein 40-Jähriger aus Tangerhütte muss wegen vorsätzlicher Körperverletzung für anderthalb Jahre ins Gefängnis.

Tangerhütte. Ein 40-jähriger Tangerhütter ist gestern vom Landgericht Stendal wegen vorsätzlicher Körperverletzung zu einer Haftstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt worden. Das erklärte nach der Urteilsverkündung die Pressestelle des Gerichtes.

Der Mann soll laut Anklage seine damalige Freundin im Sommer 2015 gewürgt und geschlagen haben (AZ berichtete).

Die Szenen, die in der Verhandlung laut Polizeiprotokoll beschrieben wurden, sollen so ausgesehen haben: Nach einer gemeinsam besuchten Hochzeit und viel Bier, Rum-Cola und Likör gingen der Mann und seine Freundin nach Hause. Sie ging zunächst allein in ihre Wohnung, er trat danach die Tür ein, würgte sie dann und schlug sie, schleifte sie durch die Wohnung, wobei ihr ein Stiftzahn abbrach. Abgelassen hatte er erst, als ihr Hund hinzu kam. Sie hatte sich bei dem Vorfall verletzt. Soweit die Anklage.

Allerdings hatte das Gericht um den Vorsitzenden Ulrich Galler zunächst Probleme bei der Beweisaufnahme: Weder der Beschuldigte noch seine mittlerweile Verlobte sagten aus – und die Aussagen einer Nachbarin und eines Polizeibeamten waren nicht erhellend. Schließlich konnten weitere Zeugen gewonnen werden. Außerdem war ein Sachverständiger dabei. Denn der Angeklagte war in der Vergangenheit bereits durch starken Alkoholkonsum aufgefallen – bis knapp zur Fünf-Promille-Marke. Er erklärte aber, mittlerweile habe er das Alkoholproblem aber im Griff.

Das Urteil, das nun gestern erging, gilt ohne Bewährung. Anfangs lautete die Anklage noch auf versuchten Totschlag, das Urteil wurde nun wegen vorsätzlicher Körperverletzung ausgesprochen.

Von Kai Hasse

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