Traumtheater in Brunkau / Anonymer Spender ermöglicht Workshops

Kreative Kinder bei den Traumzeit-Ferienspielen

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„Traumzeit-Theater“ auf der Scheunenbühne in Brunkau: Liz und die anderen Unglücklichen wurden am Ende des selbst ausgedachten Stückes in die Welt der Glücklichen aufgenommen – Ende gut, alles gut.

mma Brunkau. Die eine Woche Traumzeit-Ferienspiele auf dem Gutshof der Familie von Carlowitz in Brunkau verging wie im Fluge. In verschiedenen Workshops waren die Kinder in die Bereiche Gesang, Tanz, Akrobatik, Film, Fotografie und Schauspiel eingeführt worden.

In der einen Woche haben sie sich ihr eigenes Bühnenstück inklusive Text, Kulisse und Kostümen ausgedacht. Angeleitet wurden die 26 Kinder im Alter von acht bis elf Jahren von „Kunstplatte“-Mitglied Claudia Tost und ihren Mitstreitern.

Professor Garnichtgut aus der Welt der Unglücklichen.

Der Höhepunkt der Woche war die Aufführung des Traumtheaters vor Eltern, Großeltern und Geschwistern. Hier ging es um zwei Gruppen von Menschen. Die einen waren glücklich und lebten in ihren Träumen und die anderen waren unglücklich, weil sie dies nicht konnten. Die kleine Liz aus der Welt der Unglücklichen fand im Wald ein Träumetor und erzählte es ihrer Schwester Jenny. Ihre andere Schwester Lucia lauschte und petzte es dem bösen Joker. Der Griesgram hatte den diabolischen Plan, durch das Träumetor zu gehen und die Träume der Glücklichen zu stehlen, den sie auch gleich in die Tat umsetzten. Angetan von den schönen Träumen, bauten die Unglücklichen eine Pyramide und sangen gemeinsam mit den Glücklichen.

Mathilde Herms sagte Astrid von Carlowitz im Namen aller ein herzliches Dankeschön.

Viel Applaus ernteten die Kinder für ihre Mühen. „Wir fühlten uns immer willkommen“, sagte Claudia Tost während der Abschlussveranstaltung und dankte den Gastgebern Astrid und Wilhelm von Carlowitz mit einem Blumengruß, den Mathilde Herms überreichte. „Es war eine sehr harmonische Ferienwoche“, entgegnete Astrid von Carlowitz, die mit ihrem Mann Wilhelm die Gelegenheit nutzte, am Elternabend in die Workshops hineinzuschnuppern. Die Kinder durften auf den Wiesen des Gutshofes umhertollen und die riesige Scheune als Bühne nutzen. „Kunstplatte“-Vorsitzender Bernd Zürcher erklärte, dass die Idee für die Ferienwoche auf dem Neujahrsempfang in Tangerhütte geboren wurde. Für eine zweite Auflage der Ferienspiele stünden die Türen der Familie von Carlowitz den Kindern wieder offen.

Die Ferienfreizeit wurde durch eine Spende eines Tangerhütter Unternehmers, der anonym bleiben möchte, ermöglicht. So konnte Organisatorin Rosemarie Dizner in Zusammenarbeit mit der „Kunstplatte“ schon mehrere Workshops für die mobile Kinder- und Jugendarbeit im ländlichen Raum der Einheitsgemeinde Stadt Tangerhütte anbieten, die auch rege angenommen worden sind.

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