Hildebrand- und Winckelmann-Schule als ein Standort?

Stendal: Zwei Gymnasien sollen fusionieren

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Das Hildebrand-Gymnasium in Stendal.

Stendal. Das Hildebrand-Gymnasium und das Winckelmann-Gymnasium sollen fusionieren. Das geht aus einer Beschlussvorlage des Landkreises hervor, die in den kommenden Sitzungen der Gremien des Kreistages diskutiert werden soll.

Der Grund: Die Schülerzahlen des Hildebrand-Gymnasiums bereiten Sorgen.

Die Schule hat in den kommenden Jahren zu wenig Schüler, um als Gymnasium Bestand zu haben – außerdem reichen sie nicht, damit Fördermittel fließen könnten. Dazu liegen Planungen der Schülerzahlen vor. Daraus geht hervor, dass ab 2018 nur 50 Schüler neu in den fünften Jahrgang kommen. Nicht erfasst sei darin aber die Wanderung vom Gymnasium zur Sekundarschule. Dazu gäbe es auch keine verlässlichen Prognosen, weder von der Schule noch vom Landesschulamt, so heißt es in der zur Diskussion stehenden Begründung aus dem Landratsamt. „Das heißt, die Zahl 50 ist für das Hildebrand-Gymnasium nicht stabil“, steht dort geschrieben.

Außerdem muss ein Demografiecheck bis 2035 ausreichend Schüler vorweisen, damit der Landkreis Mittel aus dem Förderprogramm „Stark III“ beantragen kann. Damit werden energetische Sanierungen finanziert. Das könne aber bei den Schülerzahlen nur realisiert werden, wenn es eine Fusion gebe. Zum ersten Mal diskutiert wird dies im Schulausschuss am 22. Juni, 17 Uhr, im Raum Osterburg der Kreisverwaltung.

Von Kai Hasse

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