Verkehrskontrolle vor der Grundschule „Juri Gagarin“

Zuckertüten belohnen Autofahrer

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Die meisten Autofahrer reagierten zunächst überrascht, als sie angehalten wurden, zeigten sich von der Zuckertüten-Aktion im Nachhinein aber positiv überzeugt.

kr Stendal. Überraschte Autofahrer gab es am Montagmorgen an der Stendaler Stadtseeallee. Vor der Grundschule „Juri Gagarin“ haben Polizeibeamte die Geschwindigkeit von vorbeifahrenden Autos gemessen. An sich nichts Ungewöhnliches.

Doch das Besondere daran war, dass zwei Mädchen aus der vierten Klasse der Bildungseinrichtung kleine Zuckertüten an vorausschauende Autofahrer verteilten und somit ein Lächeln in die Gesichter der Verkehrsteilnehmer zauberten.

Die Polizistin erklärte den beiden Mädchen, dass sie zuerst die Autofahrer anhält und die Kinder nur dann zum Fahrzeug gehen dürfen, wenn das Auto steht, damit die Schülerinnen beim Verteilen der „Schultüten“ nicht gefährdet sind. Celine Dinh (9) und Lea Cheinert (10) fanden die Idee toll, und die Zusammenarbeit mit der Polizei gefiel ihnen ebenso. So bedanken sich die Grundschüler jedes Jahr zum Schulbeginn mit einer „Schultüte“ bei den Autofahrern für rücksichtsvolles Fahren. Die „Schultüte“ ist ein Blatt Papier, zu einer dreieickigen Tüte gefaltet und mit Kinderbildern sowie Hinweisen versehen. Und etwas Süßes enthielt sie auch. Alle Autofahrer fuhren vorbildlich. Obwohl sie zuerst erstaunt reagierten, als sie von Regionalbereichsbeamtin Janet Dall angehalten wurden, fanden nahezu alle Verkehrsteilnehmer, dass es eine gute Idee sei. Dalls Kollege Bernhard Seeländer betonte noch einmal, dass sie die Verkehrsteilnehmer mit den verstärkten Kontrollen vor den Grundschulen zum Nachdenken anregen wollen.

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