Ex-Bürgermeisterkandidat um Haltbarkeit des Aussichtsbrückenbelags besorgt

Zehn Jahre Garantie für Afrika-Holz in Arneburg

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Aus rund 30 Metern Höhe schaut der Brückenbesucher am Burghang in die Weite der Elbaue. Ein Besuch auf der circa 363 000 Euro teuren Brücke erfolgt stets auf eigene Gefahr, stellt eine gelbe Warntafel am Eingang zum Steg klar.

Arneburg. Auf extrem schwergewichtigen Bohlen aus Bongossi-Holz wandelt Arneburgs Aussichtsbrücken-Publikum in Richtung Pavillon. Um die Haltbarkeit des rosefarbenen Tropenmaterials sorgt sich Ex-Bürgermeisterkandidat Lutz Rosenkranz.

Der Arneburger will auf der Plattform auf keinen Fall Zustände wie auf der Schifferkanzel, erklärte Rosenkranz in der Einwohnerfragestunde des Stadtrates.

Die Schifferkanzel befindet sich in direkter Nachbarschaft zum Yachthafen und bietet derzeit einen eher trostlosen, weil verwitterten Eindruck. Allerdings ist sie auch nicht aus Tropenholz, sondern wohl aus Eiche angefertigt worden. Der Zahn der Zeit hat dem Material inzwischen stark zugesetzt. So will Rosenkranz vorsorglich geklärt wissen, wie die Stadt den Bodenbelag ihrer neuesten Touristenattraktion erhalten will und ob „Geld für die Pflege“ im Haushalt eingeplant ist.

Laut Brücken-Planer Andreas Damisch bestehe kein Grund zur Sorge. Mit der Baufirma sei eine „zehnjährige Gewährleistung auf den Belag vertraglich vereinbart“ worden, antwortete das Stadtratsmitglied auf Rosenkranzs Frage. Es gebe also „doppelte Gewährleistung“, fügte er hinzu. Auch Bürgermeister Lothar Riedinger (CDU) hat sich eingehend mit dem Material beschäftigt. Es ist „fast so schwer wie ein Stein“ und „nicht anfällig gegen Insekten“. Bongossi-Holz zählt zu den alterungsbeständigsten Hölzern aus Afrika. Das rosefarbene Tropenholz gilt auch gegen Pilzbefall als resistent.

Das Bauwerk kostete rund 363 000 Euro, der Anteil der Stadt Arneburg liegt bei etwa 150 000 Euro. Die neue Brücke steht auch im Mittelpunkt, wenn am Samstag, 16. Mai, auf dem Burgberg das Fliederblütenfest als Tag für die Familie gefeiert wird. Hinweistafeln regeln das Verhalten der Brückenbesucher. Mit einem Tor aus Edelstahl kann der Zugang bei Bedarf verriegelt werden.

Von Antje Mahrhold

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