Isegrim reißt drei Schafe bei Hohenböddenstedt / Rehe mit Kehlbiss gefunden

Wolf bringt Wild ins Wirbeln

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Dass der Wolf seine neuen Reviere auf natürliche Weise erobert hat, glauben immer weniger Weidmänner.

Abbendorf / Hohenböddenstedt. Die Schadensmeldungen im Zusammenhang mit Wölfen reißen nicht ab: Wie nun bekannt wurde, riss Isegrim drei Schafe bei Hohenböddenstedt.

„Diese Risse wurden durch das Wolfsmanagement bestätigt“, sagte Ronald Jacobs, Geschäftsführer der Abbendorfer Agrarerzeugergenossenschaft.

Weiterhin seien in der Region zwei verendete Rehe gefunden worden, die offenbar durch einen wolfstypischen Kehlbiss zu Tode kamen. Die Untersuchungen hierzu sind noch nicht abgeschlossen.

Isegrim-Attacken auf Schafherden soll es auch bei Dankensen gegeben haben. Eindeutige Wolfssichtungen gab es in den vergangenen Wochen in Waddekath, bei der Wüstung Römke, in Umfelde sowie in Wallstawe und Fahrendorf. Weidmann und Landwirt Philipp Schulz berichtete darüber, dass die Wölfe das einstmals gut gehegte Damwild aus dem Waldgebiet Risk zwischen Peckensen und Umfelde durcheinander wirbeln. Fazit: Die Damwildrudel flüchten in die angrenzende Feldmark. „Wir haben jetzt in unserer Gegend Damwild, wo es vorher niemals gewesen war“, wundert sich Schulz. Ähnliches bestätigt auch der Dährer Förster Wolfgang Klaus: „Das Muffelwild ist jetzt plötzlich bei Schmölau“, sagte er.

Ronald Jacobs kritisiert in Sachen Wolf den behördlich verordneten Akzeptanzzwang und die Dogmen der Naturschützer: „Was passiert eigentlich, wenn bei uns im Betrieb eine Herde Färsen durch den Wolf aufgeschreckt wird und dadurch im Getrampel Menschen zu Tode kommen?“

Gefährlich leben aus seiner Sicht auch Hütehunde, Spaziergänger mit Hunden sowie Reiter im Gelände. Denn: Durch scheuende Pferde können Reiter zu Schaden kommen, und auch Hunde sind als potenzielle Revierkonkurrenten Ziel von Wolfsattacken.

Von Kai Zuber

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