Minister Aeikens sieht sich Deichbau bei Fischbeck an und bestätigt „guten Fortschritt“

„Wir sind auf einem guten Weg“

Landwirtschaftsminister Hermann Onko Aeikens (l.) sah sich gestern in Fischbeck die Deichbauarbeiten an.

mei/kr Fischbeck. Die Menschen an der Elbe haben nach wie vor Angst. Das Hochwasser vom Juni 2013 sitzt ihnen noch immer in den Knochen. Das gab Fischbecks Bürgermeister Bodo Ladwig dem Landwirtschaftsminister Hermann Onko Aeikens mit auf den Weg.

Aeikens war gestern in Fischbeck, um sich die Stelle anzusehen, an der damals der Deich brach. Fischbeck wurde überflutet, die Bilder gingen um die ganze Welt.

Der Deichbau komme gut voran, konstatierte der Minister und verwies darauf, dass die Deiche im Lande im Jahr 2002 nur zu fünf Prozent der Norm (DIN) entsprachen. Jetzt sei man bei 57 Prozent und in fünf Jahren „hoffentlich bei 100 Prozent“. Laut Ladwig sei die aktuelle Schwachstelle der Deich bei Jerichow. Dass er bei einem Hochwasser bricht, sei die große Befürchtung der Menschen in der Region.

Der Bürgermeister bestätigte aber, dass die Bevölkerung mit dem Fortschritt beim Deichbau sehr zufrieden sei. In diese Kerbe hieb auch der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Elbe-Havel-Land, Bernd Witt: „Wir sind auf einem guten Weg.“

Witt bat jedoch um eine grobe Zeitschiene bis zum favorisierten Lückenschluss im Jahr 2020. Das ist auch für Stendals Landrat Carsten Wulfänger wichtig: Der Landkreis brauche eine Übersicht, wo die Deiche bereits saniert sind und wo nicht. Wulfänger weiß, wovon er spricht, er war bei der Flut 2013 der oberste Krisenmanager.

„Unkompliziert und schnell“ habe man den Deich gebaut, ergänzte der Vertreter des Landesbetriebes für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft. Das wünsche er sich „immer so“. Der dritte Deichabschnitt werde im April / Mai 2016 angefangen, im Juli nächsten Jahres dann der vierte Abschnitt. Schönhausen sei mit knapp zwei Kilometern Länge dieses Jahr in Planung und werde 2016 begonnen.

Landwirtschaftsminister Aeikens sagte, er wolle sich regelmäßig informieren. Der Fischbecker Deichbruch sei in die Geschichte eingegangen.

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