BIC Altmark stellt im Kreis-Umweltausschuss Energieschutz-Strategien vor

Windenergie wieder Streitthema

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Insgesamt 650 Windkraftanlagen könnte es in 20 Jahren im Landkreis Stendal geben. Diese Zahl nannte Agrar-Ingenieur Heiko Böker im Kreis-Umweltausschuss am Dienstag.

mih Stendal. 300 weitere Windkraftanlagen werden im Landkreis in den kommenden 20 Jahren benötigt. Diese Zahl nannte Agrar-Ingenieur Heiko Böker im Kreis-Umweltausschuss am Dienstag.

Insgesamt 650 Anlagen seien nötig, wenn man sich von der Nutzung fossiler Brennstoffe wie Kohle entfernen und gleichzeitig den Energie- und Klimaschutz nicht aus den Augen verlieren möchte. „Die Versorgungssicherheit für Fossiles ist gefährdet“, so Böker, Projektkoordinator beim Innovations- und Gründerzentrum BIC Altmark. Um das Aufstocken der bereits vorhandenen Windkraftanlagen entbrannte daraufhin eine Diskussion.

„Ich sehe 300 weitere Windkraftanlagen im Landkreis als nicht realistisch an“, so Vize-Landrat Dr. Denis Gruber. Auch Ausschussmitglied Chris Schulenburg (CDU) sieht diese Entwicklung kritisch. „Wir legen in der Region viel Wert auf naturalen Tourismus. Da wären so viele Windkraftanlagen ein Problem“, so der Landtagsabgeordnete. Dagegen argumentierte der Bündnisgrüne Eduard Stapel: „Hätten wir uns immer nur nach den Wünschen der Touristen gerichtet, gäbe es hier gar keine Windkraftanlagen. Der Landkreis müsste auch Energie exportieren können.“ Stapel forderte zudem die stärkere Nutzung von Solarenergie.

Heiko Böker und BIC-Chef Thomas Barniske waren in den Ausschuss geladen worden, um Informationen zur Energie- und Klimaschutzstrategie in der Altmark zu geben. Sowohl der Landkreis Stendal als auch der Altmarkkreis Salzwedel hatten die Studie in Auftrag gegeben.

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