Stendaler erinnern sich an ihren Götz George / Sein Immobilienherz schlug in Stendal

„Werde Schimanski nie vergessen“

+
Filmlegende Götz George (r.) und ein befreundeter Unternehmer Ende der 1990er-Jahre in Stendals Altstadt.

Stendal. Stendal trauert um Götz George. „Ich werde diesen großen Schauspieler, unseren ,Schimanski’, nie vergessen“, sagt Anke Rasch.

Was viele nicht wissen: Die TV-Legende hatte Ende der 90er-Jahre mehrere Häuser im Herzen der Rolandstadt erworben und Wohnungen sanieren lassen. „Bei einem Richtfest habe ich mir ein Autogramm geholt, das so lange auf meinem Nachttisch stand, bis mein Mann mich anflehte, den berühmten TV-Kommissar doch bitte anderswo aufzustellen“, erinnert sich die Maklerin amüsiert, um im nächsten Moment schon wieder leiser zu werden. George ist nach kurzer Krankheit im Alter von 77 Jahren gestorben.

Mehr als zwei Jahrzehnte habe sie die Immobilien des Schauspielers verwaltet. „Er war ein sehr angenehmer Mensch, ohne Starallüren.“ Vor wenigen Monaten habe dann eine Kollegin in Berlin der Einfachheit halber die Betreuung übernommen, sagt Rasch der AZ. Was nach Georges Tod nun aus den Stendaler Häusern wird, müsse sich zeigen. Mehr noch als die wilden Schimanski-„Tatorte“ mag Rasch den Streifen „Der Totmacher“. George spielt darin einen Massenmörder. „Das ist richtig große Kunst.“

Von Marco Hertzfeld

Kommentare