Landkreis Stendal im Sachsen-Anhaltischen Trend / Zahlen im Altmarkkreis Salzwedel schwanken

Weniger Firmeninsolvenzen im Land

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Manche Pleite sorgt für lange Leerstände: Das Holzpelletwerk Tangermünde stand sechs Jahre ungenutzt.

kah Magdeburg/Stendal/Salzwedel. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Sachsen-Anhalt ist auf dem niedrigsten Stand seit 1994. Das teilte nun das Statistische Landesamt mit.

Bezogen auf die Jahre 2007 bis 2015, geht zumindest auch der Landkreis Stendal diesen positiven Trend mit. Der Altmarkkreis Salzwedel schwankt in der Statistik stark.

20 Insolvenzen hat es demnach im Landkreis Stendal im Jahr 2015 gegeben, zehn weniger als 2014. Im kompletten Zeitraum seit 2007 ist die aktuelle Zahl der Firmeninsolvenzen in der östlichen Altmark die bisher niedrigste.

Im Altmarkkreis Salzwedel hat es dagegen einen Trend nach oben gegeben. 26 Unternehmen gingen im vergangenen Jahr pleite – vier mehr als im Jahr 2014. Die Jahre davor schwankten: Die niedrigste Zahl an Insolvenzen gab es 2008 (15), die höchste im Jahr 2007 mit 38.

Landesweit gingen Im Jahr 2015 bei den dafür zuständigen Gerichten 561 Insolvenzverfahrensanträge ein. Damit bestätige sich der seit 2010 anhaltende Trend, wonach Unternehmensinsolvenzen stetig zurückgehen, so das Landesamt. Im Vergleich zum Jahr 2014 (573 Anmeldungen) ergibt das eine Verringerung um 2,1 Prozent.

Von den Verfahren in 2015 wurden 427 eröffnet und 134 mangels Masse abgelehnt. Spitzenreiter mit 111 beantragten Verfahren ist – zum 23. Mal in Folge – das Baugewerbe. Die Summe aller voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger an die Unternehmen beziffert sich auf rund 234 Millionen Euro.

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