Nur 2,1 Prozent deutsch-ausländische Hochzeiten

Wenig Multikulti in Stendaler Ehebetten

+

zds Stendal. Liebe kennt keine Grenzen – oder doch? Mit Multikulti im Ehebett haben Männlein und Weiblein im Landkreis Stendal recht wenig am Hut: Da war die Eheschließung zuletzt 2013 in rund 97,7 Prozent der Fälle eine deutsch-deutsche Angelegenheit.

Rund 2,1 Prozent waren deutsch-ausländische Verbindungen. In 0,2 Prozent der Fälle waren beide Partner Ausländer.

Egal, ob eine Deutsche einen Österreicher heiratet oder ein Deutscher eine Philippinin – beides sind sogenannte binationale Ehen. Bundesweit liegt der Anteil solcher Verbindungen bei 11,7 Prozent, sprich: Jede neunte Eheschließung im Bund ist eine binationale. Übrigens heiraten mehr deutsche Männer als deutsche Frauen binational: 2013 gaben 24 793 deutsche Männer einer Ausländerin das Ja-Wort, aber nur 19 337 deutsche Frauen einem Partner mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Regional schwanken die Anteile stark: Im Kreis Stendal waren es elf Männer und eine Frau mit ausländischen Partnern. Macht zwölf binationale Hochzeiten und bei insgesamt 564 Eheschließungen im Landkreis Stendal 2,1 Prozent.

Bundesweit ist die Zahl der Hochzeiten 2013 um 13.768 gesunken. Der Kreis Stendal hat zu diesem Rückgang nicht beigetragen, hier stieg die Zahl der Eheschließungen um zwölf an.

An der standesamtlichen Trauung führt hierzulande allerdings kein Weg vorbei. Das gilt auch in Fällen, in denen beide Partner ausländische Staatsbürger sind. Dass alle Ehen bis zu diesem Weihnachtsfest gehalten haben, ist eher unwahrscheinlich: Es gibt Paare, die merken schon nach ein paar Wochen, dass der Bund fürs Leben wohl nichts war. Ob so etwas vermehrt Deutsche oder Ausländer trifft, lässt sich nicht sagen. Bei Scheidungen wird nicht mehr nach Nationalitäten und Herkunftsländern unterschieden.

Kommentare