Plakate werden im Internet verbreitet / Ermittler haben nach wie vor keine heiße Spur

Vielsprachige Suche nach Inga

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Inga-Plakat auf Polnisch.

Wilhelmshof. Bisher gab es die Plakate, die die Suche nach der fünfjährigen Inga Gehricke unterstützen sollen, nur auf Deutsch. Jetzt kursieren im Internet auch Varianten auf Polnisch, Türkisch, Ungarisch und in der malayisch-polynesischer Sprache Tagalog.

Inga-Plakat auf Ungarisch.

Übersetzt worden sind die Inga-Plakate von Mitgliedern einer Facebook-Gruppe mit dem Namen „Inga Gehricke (5 J.) Vermisst“. Sie hat mittlerweile mehr als 4000 Mitglieder und diskutiert rege, wie man das Mädchen, das am Abend des 2. Mai von Wilhelmshof bei Stendal spurlos verschwand, finden kann. Die Mitglieder rufen auf, die fremdsprachigen Plakate auszudrucken und zu verteilen. Weitere Sprachen wie Griechisch, Russisch und Italienisch sollen in Planung sein. Fertig ist auch Englisch.

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Inga-Plakat auf Türkisch.

Derweil ist die bei der Polizeidirektion Nord angesiedelte „Ermittlungsgruppe Wald“ weiter dabei, die Hinweise aus der Bevölkerung auszuwerten. „Damit sind wir nach wie vor beschäftigt“, sagte gestern Polizei-Pressesprecherin Beatrix Mertens auf AZ-Nachfrage. Hinweise würden nach wie vor eingehen, aber eine heiße Spur sei nicht dabei.

Inga stammt aus Schönebeck und war auf Wilhelmshof zu Besuch, als sie verschwand. Offenbar suchte sie im Wald nach Holz für ein Lagerfeuer. Die Suche mit Einsatzkräften, Spürhunden und Helikoptern war erfolglos.

Von Kai Hasse und Ulrike Meineke

Video: Kleine Inga vermisst – Suche im Wald eingestellt

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