„Vergessen werden wir es nie“

Zwei Jahre nach der Flut wurde in Fischbeck und Kabelitz eine Wunde geschlossen

+
Viven Worm und Fiete Behm schnitten mit den Offiziellen das Band durch: Es steht sinnbildlich für ein Stück Normalität nach der Flut.

kr/mei Fischbeck. Für die vom Hochwasser arg gebeutelten Fischbecker und Kabelitzer ist gestern eine weitere Wunde geschlossen worden:

Die nach dem Elbehochwasser im Juni 2013 überflutete Ortsdurchfahrt Fischbeck und die Straße nach Kabelitz konnten nach ihrer 1,3 Millionen Euro teuren Sanierung freigegeben werden. Gestern durchschnitten Stendals Landrat Carsten Wulfänger, Fischbecks Bürgermeister Bodo Ladwig und sein Amtskollege vom Elbe-Havel-Winkel Bernd Witt das Band.

Durch den Deichbruch, der bundesweit stellvertretend für die Elbeflut stand, waren damals Unmengen von Wasser in die Orte geflossen und hatten die Verbindungsstraße völlig weggespült. Sechs Häuser mussten abgerissen werden.

Das Buch „Hochwasserkatastrophe 2013“ ist längst nicht geschlossen. Nach Ladwigs Schätzung werde es mindestens noch vier Jahre dauern, bis alle Schäden beseitigt sind.

Die Anwohner sind dankbar für ein weiteres Stück Normalität. Aber sie sind nach wie vor mit den persönlichen Folgen des Hochwassers beschäftigt. In wenigen Minuten alles zu verlieren, um sein Leben zu bangen – für viele ist das unvorstellbar. So trösten zwar die Worte von Bernd Witt „Die Zeit heilt alle Wunden, aber vergessen werden wir es nie“ ein wenig. Aber Witt mahnte auch: „Nach dem Hochwasser ist vor dem Hochwasser. Am Fluss Elbe zu leben heißt mit dem Fluss zu leben.“

Kommentare