Änderungen in der Förderstruktur des Landes / Verschmelzung bereits Ende 2014 geplant

Tourismus: Geplante Vereins-Fusion auf der Kippe

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Der Fahrradtourismus boomt.

mih Stendal. Bereits Ende 2014 ist die Verschmelzung des Regionalvereins Altmark mit dem Tourismusverband Altmark beschlossen worden.

Der Tourismusverband als Initiator hoffte dadurch, Kräfte bündeln und die Region mithilfe der Dachmarke „Altmark – Grüne Wiese mit Zukunft“ besser vermarkten zu können. 

Mit der Verschmelzung sollte auch den Anforderungen der aktuellen Förderperiode von 2014 bis 2020 Rechnung getragen werden. Nun aber soll der Beschluss zur Fusion aufgehoben werden. Der Hauptgrund dafür sind Fördermittelgrenzen, wie aus einer Beschlussvorlage des Landkreises hervorgeht.

Die Prüfung der Rahmenbedingungen der Fusion habe ergeben, dass es „wesentliche Änderungen in der Förderstruktur des Landes Sachsen-Anhalt“ gegeben hat. Diese Änderungen – außerhalb des Leader-Ansatzes – beinhalten grundsätzlich, dass nunmehr das Land über regionale Projekte entscheidet, nicht mehr die Region selbst. Ein neu gegründeter Verein würde außerdem zusätzliche öffentliche Mittel erhalten, wodurch die sogenannten „de-minimis Beihilfen“ überschritten würden. Diese Beihilfen sind bis zu einem gewissen Betrag nicht genehmigungspflichtig. Wird der Betrag überschritten, wäre der neue Verein nicht mehr rechtskonform.

Darüber hinaus wird der Landrat beauftragt, in der Mitgliederversammlung des Regionalvereins Altmark für die Auflösung desselbigen zu stimmen. Erstmalig wird sich der Kreis-, Vergabe- und Personalausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag, 20. Oktober, mit dieser Thematik auseinandersetzen. Beginn des öffentlichen Teils im Raum „Osterburg“ des Landratsamtes ist um 15.30 Uhr.

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