Vierte „Tour de Altmark“ begann am Freitag / Minister Thomas Webel beim Start mit dabei

18 Teams gehen auf große Fahrt

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Verkehrsminister Thomas Webel (l.) radelt mit Marlis Reinhardt vom Landesblinden- und Sehbehindertenverband die nördliche Breite Straße entlang gen Süden. Ziel der Etappe war eine Mühle in Klötze.

Stendal. „Es ist in unserer Gesellschaft sehr wichtig, dass die Interessen von Menschen mit Behinderungen gewahrt werden“, sagt Verkehrsminister Thomas Webel (CDU) vor dem Etappenstart der nunmehr vierten „Tour de Altmark“ am Freitagmorgen.

Bis Sonntag, 7. August, führt die Strecke der Tour über insgesamt 150 Kilometer durch die Altmark. Stationen der Tour werden in diesem Jahr Klötze, Kalbe, Bismark und Arneburg sein. An der Tour nehmen 20 blinde und sehbehinderte Menschen teil, die zusammen mit ihren sehenden Piloten auf einem Tandem die Altmark erkunden werden.

„Wir freuen uns, dass wir 18 Tandem-Teams zusammenbekommen haben“, so Marlis Reinhardt vom Landesblinden- und Sehbehindertenverband. Es sei unerlässlich, dass immer wieder auf die Anforderungen von blinden und sehbehinderten Menschen eingegangen werde. „In der Stadt müssen zum Beispiel Kontraste geschaffen werden, damit Sehbehinderte sich besser zurechtfinden“, so Reinhardt.

Bevor die 18 Tandem-Teams an den Start gingen, versammelten sie sich im Hof des Blinden- und Sehbehindertenverbandes.

Die Tandembesatzungen kommen aus sieben Bundesländern. Mit dabei sind Teilnehmer aus Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Niedersachsen und Baden-Württemberg. Neben dem Minister für Landesentwicklung und Verkehr ging auch lokale Politprominenz an den Start. Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) zeigte sich sportlich. Und sprach sich ebenso für eine sehbehinderten-freundliche Infrastruktur aus. „Mit baulichen Veränderungen versuchen wir immer, dafür zu sorgen, dass sich auch Blinde und Sehbehinderte in unserer Hansestadt zurechtfinden.“

Beide Politiker haben den Pulk der Teilnehmer auf den ersten Kilometern auf einem Tandem begleitet. Die Route bis Stadtausgang Stendal verlief über die Breite Straße bis zur Kreuzung Tangermünder Straße. Dann ging es über die Bahnhofstraße zur Röxer Straße. „Zum Glück ist es nicht zu warm. Ich wünsche uns allen eine unfallfreie Fahrt“, so der Verkehrsminister.

Von Mike Höpfner

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