Verbraucherschützer warnen und sammeln Beschwerden

Stromverträge am Telefon

mei Stendal. Neuerdings werden den Ostaltmärkern immer häufiger Stromverträge am Telefon untergeschoben. Für die Verbraucherzentrale ist das Anlass genug, Beschwerden zur Telefonwerbung zu sammeln.

Viele Beschwerden drehen sich um untergeschobene Verträge zum Energieanbieterwechsel. So berichten Verbraucher, dass ihnen am Telefon versprochen wurde, sie könnten Strom sparen oder ihre Stromrechnung solle überprüft werden. Man soll nur die Zählernummer mitteilen. Im Gegenzug werde es dann einen neuen Vertrag geben, der angeblich vor einer Preiserhöhung schützt oder Kosten spart. Meist werde der Eindruck erweckt, dass die Anrufe von dem örtlichen Stadtwerk kommen. Das Erstaunen ist dann meist groß, wenn eine Vertragsbestätigung eines anderen Anbieters anschließend im Briefkasten des Verbrauchers landet.

„Hier werden Verbraucher auf dreiste Art und Weise überrumpelt“, so die Verbraucherzentrale. Sie rät, am Telefon keine Daten zu Stromzählern oder bestehenden Vertragsverhältnissen durchzugeben.

Ein neuer Vertrag sollte nicht unüberlegt und ungeprüft abgeschlossen werden. Die Verbraucherschützer betonen, dass Werbeanrufe ohne vorherige ausdrückliche Einwilligung des Verbrauchers unzulässig sind. Kein Verbraucher müsse es sich bieten lassen, wenn am Telefon irgendwelche Verträge aufgeschwatzt werden.

Betroffene, die sich über lästige Werbeanrufe ärgern, können unter www.vzsa.de/umfrage-unerlaubte-werbeanrufe ihre Erfahrungen mit unerbetenen Anrufen mitteilen und Beschwerden über Verstöße gegen das Verbot belästigender Telefonwerbung melden. Zusätzlich liegen in allen Beratungsstellen entsprechende Fragebögen bereit.

Hilfe bei untergeschobenen Verträgen erhalten Ratsuchende in der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale in Stendal, Jakobikirchhof 2, oder am Verbrauchertelefon unter (0900) 177 57 70 montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr.

Von Ulrike Meineke

Rubriklistenbild: © dpa

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